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Es ist eine beliebte Tradition in der Weihnachtszeit Grüße an seine Lieben zu verschicken.
Nachhaltige Weihnachtsgrüße

Kölner Grafiker setzt auf grüne Weihnachtsgrüße

Ökologisch korrekte Weihnachtskarten? Was sich wie das ultimative Nischenprodukt anhört ist es, glaubt man Alexander Fröde, Betreiber von Eco-Weihnachtskarten, eigentlich gar nicht. Ein Gespräch über privaten und beruflichen Wandel.

Es ist eine beliebte Tradition in der Weihnachtszeit Grüße an seine Lieben zu verschicken. Doch oft ist es schwierig ökologische und stylishe Weihnachtskarten zu finden. Selber basteln kommt für viele auch nicht in Frage, doch das heißt nicht, dass man auf Eco-Weihnachtsgrüße verzichten muss...

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Im Gespräch mit Alexander Fröde

Hallo Alexander. Wer bist du, was machst du? Stell dich doch bitte kurz vor.

Mein Name ist Alexander Fröde und ich arbeite seit etwas mehr als 20 Jahren als Grafiker. Eco-Weihnachtskarten habe ich vor vier Jahren gegründet und er ist meines Wissens der einzige Online-Shop, der ausschließlich umweltfreundlich produzierte Weihnachtskarten anbietet.

Alexander Fröde, Gründer von Eco-Weihnachtskarten welcher der  einzige Online-Shop, der ausschließlich umweltfreundlich produzierte Weihnachtskarten anbietet.

War dir Nachhaltigkeit von jeher wichtig? Wie hältst du es jenseits des Jobs mit dem Thema Ökologie?

Ich bin seit fast zehn Jahren im Bereich geschäftliche Weihnachtskarten tätig wurde aber erst vor einigen Jahren durch Sabine Lydia Müller, der Vorsitzenden von ‚dasselbe in grün e.V. Verband der nachhaltigen Unternehmen’ für das Thema sensibilisiert worden. Wir saßen Büro an Büro, haben uns ganz gut verstanden und im Laufe der Zeit habe ich mich, nicht zuletzt dank ihrer freundlichen Sticheleien, immer intensiver mit den verschiedenen Aspekten der Nachhaltigkeit auseinandergesetzt um dann schließlich die Stopp-Taste zu drücken. Dank der Verbandskontakte wurde der grüne Weihnachtskarten-Shop dann ziemlich schnell dunkelgrün. Im zweiten Jahr habe ich alle FSC-Papiere aus dem Portfolio verbannt und biete seitdem ausschließlich Recyclingpapier an. Bei meiner Grafikarbeit verlief die Entwicklung ähnlich. Ich habe meine Kunden irgendwann vor die Wahl gestellt mir auf dem grünen Weg zu folgen oder nicht. Die meisten sprangen ab. Das war aber nicht schlimm. So hatte ich mehr Zeit um mich verstärkt um die anderen Kunden zu kümmern und an weiteren Projekten zu arbeiten. Erst nach der beruflichen Umstellung hielt Grün auch mehr und mehr Einzug in mein Privatleben. Und das war auch gar nicht schwierig.

Was macht eine Weihnachtskarte zu einer Eco-Weihnachtskarte?

Was macht eine Weihnachtskarte zu einer Eco-Weihnachtskarte?

Der Unterschied zwischen herkömmlichen Weihnachtskarten und den Eco-Weihnachtskarten liegt hauptsächlich im Druck und in der Papierwahl. Alle meine Karten sind grün gedruckt, also mit mineralölfreien und lebensmittelechten Farben. Zudem arbeite ich ausschließlich mit Druckereien zusammen, deren gesamter Unternehmensschwerpunkt ökologisch ausgerichtet ist. Getreu des Mottos ‚Für diese Weihnachtskarte wurde kein Baum gefällt’ arbeite ich ausschließlich mit Recyclingpapier. Statistisch gesehen muss dank zwölf durchschnittlichen Eco-Weihnachtskarten Bestellungen ein ausgewachsener Baum von 440 Kilo nicht gefällt werden. Weiterhin unterscheidet sich meine gesamte Unternehmensphilosophie von denen anderer Weihnachtskarten-Verlage. Ich arbeite mit einem Netzwerk an sorgfältig ausgewählten Partnern zusammen, die ebenfalls nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit handeln.

Der Unterschied zwischen herkömmlichen Weihnachtskarten und den Eco-Weihnachtskarten liegt hauptsächlich im Druck und in der Papierwahl.

Wer sind deine Kunden?

Ich spreche vor allem geschäftliche Kunden an. Weniger als 15% meiner Kunden sind explizit grüne Unternehmen. Allerdings bestätigen in Gesprächen mit den Kunden etwa 80% dass ihnen Aspekte wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz bei der Auswahl der geschäftlichen Weihnachtskarte wichtig bis sehr wichtig sind.

Alle meine Karten sind grün gedruckt, also mit mineralölfreien und lebensmittelechten Farben.

Wie geht es weiter? Was ist für die Zukunft in Planung?

Ich möchte neben den geschäftlichen Weihnachtskarten auch kleine Auflagen für Privatkunden anbieten. Verschiedene Motive gibt es schon als 5er-Set mit passenden Briefumschlägen. Außerdem wird es ab dieser Saison handgedruckte Weihnachtskarten mit einem Spendenanteil geben. In Planung sind zudem weitere Papierprodukte wie Notizhefte oder Tischkalender, die natürlich so umweltfreundlich wie möglich hergestellt werden. Hier kann ich als Grafiker dann auch gleich neue Ideen und Designs umsetzen.

Getreu des Mottos ?Für diese Weihnachtskarte wurde kein Baum gefällt? arbeite ich ausschließlich mit Recyclingpapier.

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Bilder: eco-weihnachtskarten.de, thinkstock- Daniel Rodríguez Quintana, Interview: Andreas Grüter