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Goldschmiede verarbeiten faires Gold
Eco Gold bei Ethical Fashion Show

Eco Gold auf der Ethical Fashion Show Berlin

Möchten Sie mal Eco Gold tragen? Also ganz frei von kriminellen Machenschaften, Geldwäsche oder Zwangsarbeit. Dann schauen Sie bei AMALENA im Green Showroom vorbei. Die Designerin Johanna Mejia zeigt hier ganz besonders ethische, umweltfreundliche und reine Schmuckstücke. 

Ist nicht alles Gold was glänzt? Bei weitem nicht, wenn man den Schmuck von AMALENA kennengelernt hat. Wer das Interview im Anhang mit Firmengründerin Johanna M. Mejia gelesen hat, möchte danach nur noch Eco Gold auf seiner Haut tragen. Wer also nachhaltig leben möchte, sollte Eco Gold tragen. Warum?

Faire und umweltfreundliche Produktion mit Achtung der Menschenrechte.

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Fair und umweltfreundlich

Amalena Goldschmuck ist fair und umweltfreundlich. Hinter diesen zwei Begriffen steht eine große nachhaltige Philosophie des Unternehmens. Denn Johanna M. Mejia vertreibt die erste sozialunternehmerische Schmuckmarke, die kunsthandwerklich hergestellten Echtschmuck aus 100% ethischen und umweltfreundlichen 18-Karat-Gold (Eco Gold) anbietet.
Alle Schmuckstücke gehen in der Produktionskette nur von Hand zu Hand. Ohne maschinelle Zwischenstation. Zudem wird das Eco Gold ohne Einsatz von Toxinen gewonnen und ist frei von Quecksilber und anderen gefährlichen Chemikalien. Was aber das Eco Gold besonders wertvoll im Sinne von Ethik und Nachhaltigkeit macht, ist die Achtung der Menschenrechte bei allen noch so kleinen Produktionsschritten. Eco Gold ist das Gegenteil von schmutzigem Gold. Es stammt nicht aus unkontrolliertem Goldanbau, wo kriminelle Machenschaften, Zwangsarbeit, Drogenhandel und Menschenrechtsverletzungen an der Tagesordnung sind.

Armband aus fairem Eco Gold

Dem Unternehmen mit Sitz in Bogotá, Kolumbien, geht es nicht um den reinen schönen Schein seiner Schmuckstücke, sondern um Produkte aus fairer, sozialer und ökologisch sicherer Produktion durch Goldminen-Kooperation und Goldschmiedinnen in Kolumbien. Und sehen lassen können sich die Schmuckstücke noch dazu. Sehr feminin, zart und unvergänglich. Passend zum Stil von Nachhaltig leben und Eco W,oman. Mehr davon im Green Showroom vom 8.-10. Juli 2015, Postbahnhof, Berlin oder auf der Website.

Im Gespräch mit Firmengründerin Johanna Meija

Firmengründerin Johanna Mejia, lebt sowohl in Österreich als auch Kolumbien. Geboren wurde die Designerin in Bogotá, Kolumbien, und engagiert sich für soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz.

Johanna, wenn man dich kennenlernt, gewinnt man den Eindruck, dass du viel zu berichten hast. Was ist bei Amalena die Kernaussage?

Die Kernaussage von Amalena ist Verantwortung, Vertrauen, Respekt und Hoffnung.
Insbesondere geht es bei Amalena darum, Frauen zu stärken, ob in unseren Kleinbergbau-Gemeinschaften, in den Kooperativen der Kunsthandwerkerinnen oder am Ende auf der Kundenseite. Ich finde es großartig, wenn unsere Kundinnen spüren, dass Amalena Schmuckstücke auf mehr als die eine Weise wertvoll sind. Dieser Schmuck spricht die Frauen emotional an. Er hat eine Bedeutung. Er lässt unsere Kundinnen Teil unserer Geschichte werden, eines der Glieder in unsere Kette aus Vertrauen und Respekt.

Geht es nicht vor allem um ethisches und umweltfreundliches Gold?

Ja, natürlich, die Herkunft unseres Goldes ist ein sehr wichtiger Aspekt der Marke. Dass man durch verantwortungsvolle Wirtschaft und internationalen Handel zur Lösung von sozialen und Umweltproblemen beitragen kann, das begeistert mich. So entstand überhaupt die Idee zu Amalena.

Frau siebt faires Gold

Eco Gold ohne Quecksilber und andere gefährliche Chemikalien.

Wie stellst du sicher, dass das Gold für Amalena zu 100% ethisch und umweltfreundlich ist?

Es gibt nur einen Weg dafür: Direkt an der Quelle ansetzen. Das ist auch genau das, was ich mache – vor Ort sein, wo wir die Arbeitsbedingungen im Bergbau sehen, und die ungeschliffene Textur von reinem und ungetrübten kolumbianischen Gold fühlen und, sozusagen, das ”Salz der Erde“ schmecken können.
Wir arbeiten ausschließlich mit lokalen Kunsthandwerkern und Goldminen von Kleinbergbau-Organisationen zusammen, die imstande sind, soziales Handeln und ökologisch verantwortungsvolle Goldgewinnungsmethoden – frei von Quecksilber und anderen Toxinen, faire und sichere Arbeitsbedingungen, wirtschaftliche Entwicklung und Armutsbekämpfung in der Gemeinschaft fördern. Dadurch entsteht eine lebendige Vielfalt in der Gemeinschaft der Kleinbergbauern. Unsere Partnerorganisation ist ASOMIRCOL.

Geht ”ethisch“ und ”ökologisch“ Hand in Hand?

Zum Teil ja. Eco Gold, wie wir es nennen, ist eigentlich so selten, es schafft nicht mal den Anteil von einem Prozent auf dem Weltmarkt. Die Verarbeitung von Gold erfolgt oft vor Ort; dabei werden Quecksilber sowie andere gefährliche Chemikalien für die Metallgewinnung eingesetzt. Der Abbau von Edelmetallen schafft weltweit die größte Nachfrage nach Quecksilber und ist außerdem die häufigste Ursache für vorsätzlich freigesetztes Quecksilber. Der unverantwortliche Einsatz von Quecksilber und der entstehende Abfall verursachen irreversible Schäden an der Umwelt sowie natürlich an der Gesundheit der Menschen aus umliegenden Wohngebieten.
Das einmalige Eco Gold das wir für Amalena einsetzen, wird ohne Einsatz von Toxinen allein durch die Schwerkraftmethode gewonnen; während der Goldgewinnung verwenden unsere Partner Agave und Regenwasser – niemals Bleichmittel.
Was die Goldindustrie betrifft, ist das erst der Anfang. Die Goldgewinnung ist ein delikater Prozess und da gibt es viel zu verbessern. So fühlen wir uns auch sehr geehrt über die Zusammenarbeit mit der Bergbaugemeinschaft, um gemeinsam Technologien zu verfeinern und die lokale Wirtschaft zu unterstützen – und unseren Kunden den reinsten Goldschmuck der Welt anbieten zu können.

Deshalb ist Eco-Gold so viel besser:

Was ist das Gegenteil zum reinen Eco Gold?

Schmutziges Gold. Gold ist wegen seines hohen Preises, seiner Verwendung als Wertanlage und seines Status als Währungsindex ein wirtschaftlich komplexes Metall. Im unkontrollierten Goldabbau stehen meist kriminelle Machenschaften im Hintergrund, Geldwäsche, Zwangsarbeit, Drogenhandel, illegaler Waffenhandel und gravierende Menschenrechtsverletzungen.
Zudem wird der Umwelt und ohnedies gefährdeten Bergbau-Gemeinschaften großer Schaden zugefügt. Gold, das in diesem Zusammenhang abgebaut wurde, wird „schmutziges Gold“ genannt.

Du hast einen Abschluss in Internationale Wirtschaft und Recht: Wie kommst du ausgerechnet zu Goldgewinnung und Goldschmuck? Und was hat dich auf den öko-fairem Schmuck gebracht?

Ohringe aus der fairen Amalena Reihe

Filigran und wunderschön. Ohrringe aus echtem Eco-Gold.

Seit ich zurückdenken kann, habe ich mich sehr für soziale Gerechtigkeit interessiert und eingesetzt. Aber Kleinbergbau und Goldschmiedekunst habe ich erst kennengelernt, als ich für meine Magisterarbeit in Internationaler Wirtschaft und Recht recherchiert habe. Da war ich vor Ort in Kolumbien und konnte mit den regionalen Bergbaugemeinden Kontakte knüpfen. Ich habe die Menschen dort sofort ins Herz geschlossen und fand so schließlich auch zu meiner Berufung – Lösungen für soziale und Umweltprobleme durch nachhaltige Wirtschaft im Bereich der nachhaltigen und kunsthandwerklichen Goldgewinnung zu erarbeiten. Amalena hat direkten Kontakt zu den Kleinbergbau-Gemeinden und kann so direkt bei denjenigen Goldminen-Projekten ansetzen, die einen ökologischen Abbau betreiben und wirtschaftliche Unterstützung brauchen.

Du hast das Empowerment-Thema angesprochen, insbesondere was die Goldschmiedinnen betrifft – kannst du ein wenig über diese Gemeinschaften erzählen?

Leider muss die Großzahl der Goldschmiede in kleineren und abgelegenen Gebieten mehreren Jobs nachgehen, um ihre Familien zu ernähren und ein Auskommen zu haben. Das Ziel von Amalena ist es, diesen Kunsthandwerkerinnen und ihren Familien ein regelmäßiges Einkommen zu ermöglichen. Unsere Unterstützung hilft den Goldschmiedinnen, sich auf ihre Leidenschaft für Kunsthandwerk zu konzentrieren und durch die Anfertigung von hochwertigem Schmuck ihre eigene Kreativität zu entfalten. Durch diese Unterstützung können sie ihr Einkommen erhöhen und auch in Bildung investieren. Da die Goldschmiedinnen oft weit entfernt von den Städten leben, müssen sie zusätzliche Kosten für Transport, Unterkunft, und Einschreibung für die Fortbildung ihrer Wahl aufbringen. Mit Amalena zu arbeiten, hilft ihnen, ihr persönliches Ziel zu erreichen.
Und da wir an Transparenz glauben, können Sie auf unserer Website nachlesen, was unsere Goldschmiedinnen zu sagen haben

Was ist eigentlich mit anderen Elementen des Amalena-Designs? Ist alles andere genauso ökologisch und fair wie das Gold selbst?

Wir versuchen auch bei unserer Verpackung, soweit es möglich ist, nur  umweltfreundliche Materialien zu gebrauchen. Unsere Verpackung ist aus umweltfreundlichen Materialien. Bei einigen Schmuckdesigns verwenden wir gewachste Baumwollbänder und 100% Naturseide. Wir halten auch immer Ausschau nach anderen ökologischen Materialien, die wir in die Designs einfließen lassen könnten.

Beim Amalena Schmuck trifft ein zeitloser Look auf feinen, beinahe Vintage-artigen Stil; kannst du etwas über die Goldschmiedetechniken und die Inspiration hinter der Kollektion erzählen?

Die Haupttechnik heißt Filigranarbeit. Es ist eine der ältesten Schmucktechniken der Welt und kam bei sehr vielen Kulturen zum Einsatz. Wenn man die Technik beherrscht, kann man Gold auf geheimnisvolle Weise wie zarte Spitze, beinahe „flüssig“, aussehen lassen. Die typisch kolumbianische Technik ist ein Kulturerbe und wird von den heutigen Goldschmieden bewusst gepflegt und aufrecht erhalten.
Die Inspiration für die Designs findet sich in der Schönheit der Natur Kolumbiens, in der Geschichte indigener Völker , in ihren Sagen und Legenden – insbesondere die mythologischen Gestalten sind faszinierend. Die Schmuckstücke zelebrieren das reiche Kulturerbe durch das Gold und die Schönheit des Goldes durch die Kunst und die Kreativität, mit der es verarbeitet ist. Die Geschichten hinter den Designs sind so schön und bedeutungsvoll, wie die Schmuckstücke einmalig und geschmeidig sind.
Unser Amalena Stil ist feminin, verspielt, sinnlich und voller neuinterpretierter Schmuckklassiker: Delikate Tropfenohrringe und Creolen, luftige Ohrstecker mit feinen Anhängern, feine Armbänder, Colliers so fließend wie goldene Spitze, Charms mit universell verständlichen Symbolen wie dem Herz, dem Schmetterling oder dem Vollmond. Ketten, Anhänger, goldene Maschen – all das handgefertigt von unseren feinfühligen Goldschmiedinnen. Wenn man sein Amalena-Schmuckstück auspackt, ist es so, als könnte man noch die Wärme ihrer Hände spüren.

Du hast mit Amalena ein Unternehmen geschaffen, das sozial verantwortlich und ökologisch nachhaltig arbeitet. Was können denn die Konsumenten tun, um öko-faires Gold zu unterstützen?

Bewusstsein schaffen! Sprecht über das Thema mit euren modebegeisterten Freundinnen. Fragt euren Juwelier, welches Gold er verwendet. Lasst aus nicht mehr verwendeten Erbstücken neue, einmalige Unikate schaffen. Und wenn Amalena wachsen kann, bedeutet das, dass unsere Bergbau- und Goldschmiedinnen-Gemeinschaften florieren und dass unser aller Stimme für mehr ökologisch verantwortliche und ethische Goldgewinnung immer lauter wird.

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Textquelle: AMALENA, Bildquelle:Amalena, Autor: Ulrike Rensch