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Greenpeace
Schadstofffreie Kleidung

Schadstofffreie Kleidung: Gütesiegel garantieren nichts

Greenpeace kommt bei seiner aktuellen Untersuchung  zu einem unfassbaren Ergebnis: Kein Ökotextil-Gütesiegel garantiert schadstofffreie Kleidung.

Laut dem aktuellen Untersuchungsergebnis, das die Umweltorganisation in einem neuen Einkaufsratgeber für giftfreie Mode veröffentlicht hat, geben viele Gütesiegel keine Auskunft über Bewertungskriterien. Das Etikett eines Kleidungsstücks gibt lediglich Auskunft über Faser, Waschanleitung und Produktionsort, wie viele umwelt- und gesundheitsschädliche Chemikalien sich in Drucke, Farben oder Zusatzausrüstungen verbergen, erfahre der Konsument nicht.

“Einige Labels haben sich verbessert, aber noch immer erfüllt kein Label unsere Anforderungen an eine saubere Textilproduktion”, sagt Manfred Sangen, Chemieexperte von Greenpeace.

Kleidung unter der Detox-Lupe

Schuld daran liege vor allem der hohe Konsum an Kleidung. Jährlich werden mehr als 800.000 Tonnen Textilien alleine nach Deutschland importiert. Im Durchschnitt kauft jeder Deutsche 70 Kleidungsstücke pro Jahr. Dies verursache laut der Umweltorganisation ein massives Umweltproblem, da bei der Produktion Gewässer und Trinkwasser in Ländern wie China, Pakistan und Mexiko vergiftet werden.

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Mit der Detox-Kampagne konnte Greenpeace bereits viele namhafte Textilhersteller wie Mango, H&M und Adidas überzeugen, sich bis zum Jahr 2020 auf eine Produktion ohne Risiko-Chemikalen zu verpflichten. An der Umsetzung hapere es jedoch noch. "Während Firmen wie Mango oder H&M schon die ersten Chemikalien verbannt haben, hinken vor allem die Sportartikelhersteller Adidas und Nike hinterher. Wir erwarten, dass sie ihren Versprechungen schon jetzt erste konkrete Taten folgen lassen", sagte Santen.

Quelle: Greenpeace / Text: Christina Jung

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