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Deutschland muss grüner werden
Grüne Infrastruktur

Deutschland muss grüner werden

Konzepte für Wohnsiedlungen und Pläne zu Verkehrszwecken drängen natürliche Lebensräume immer weiter zurück. Das soll sich jetzt ändern: Erstmals gibt es ein Konzept für die grüne Infrastruktur in Deutschland. Der wurde bisher nämlich viel zu wenig Beachtung geschenkt.

Natürliche Ökosysteme sind unverzichtbar für die Entwicklung eines Landes, deswegen müssen sie geschützt, erhalten und verbessert werden. Von einer stabilen grünen Infrastruktur profitieren Mensch und Natur gleichermaßen, doch bisher spielte sie kaum eine Rolle bei politischen Entscheidungen. In Zukunft soll das anders werden.

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Erstes Konzept für grüne Infrastruktur

Das „Bundeskonzept Grüne Infrastruktur“ wurde vom Bundesministerium für Naturschutz (BfN) ausgearbeitet und umfasst Daten, Fachkonzepte sowie wichtige Informationen über Natur und Umwelt im ganzen Land, die wichtig für die bundesweite Raum- und Umweltplanung sind. Das BfN will erreichen, dass der grünen Infrastruktur eine ebenso große Bedeutung zukommt wie der technischen grauen Infrastruktur, die etwa Straßen und Schienen, Kanäle und Hochspannungsleitungen, aber auch menschliche Siedlungen umfasst – für unseren Alltag wichtige infrastrukturelle Gegebenheiten, durch die aber natürliche Lebensräume immer weiter zurückgedrängt werden.

In dem neuen Konzept sind keine konkreten Naturschutz-Maßnahmen enthalten, es dient vielmehr als Entscheidungsgrundlage und -hilfe für Planungen des Bundes, indem es alle grünen Flächen sichtbar macht, die bei solchen berücksichtigt werden müssen. Ziele der grünen Infrastruktur sind die Bewahrung der biologischen Vielfalt und der Erhalt einer lebenswerten Umwelt für die Bewohner eines Landes oder einer Region. Dazu muss ein Netzwerk natürlicher Flächen geschaffen werden, das etwa Naturschutzgebiete, Flussauen, Parks und andere Grünflächen in Städten und Wohnsiedlungen sowie Meerbereiche umfasst.

Weitere Informationen zum „Bundeskonzept Grüne Infrastruktur“ erhalten Sie unter www.bfn.de

Quellen: Bundesamt für Naturschutz, Bild: Depositphotos/Ansebach, Text: Ronja Kieffer