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Nachhaltigleben

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BUND Studie zeigt: Schweine voll mit Hormonen

Eine Studie hat ergeben, dass Sauen in Deutschland Hormone verabreicht werden, um die Schweinezucht zu erleichtern und zu intensivieren.

Eine wissenschaftliche Studie, die im Auftrag des BUNDs erstellt wurde, ergab, dass in der deutschen Schweinehaltung systematisch Hormone verabreicht werden, um die Wirtschaftlichkeit von Betrieben zu erhöhen. Der BUND warnt vor den negativen Auswirkungen dieses Hormoneinsatzes auf die Tiere und für die Umwelt und kritisiert das Vorgehen stark. Nach Angaben der Studie erhalten die Sauen Hormone, damit die Betriebe Stallabläufe wie die Besamung oder die Geburt der Ferkel besser planen können. Durch die Hormonpräparate wird der Sexualzyklus der weiblichen Schweine so reguliert, dass fast alle Sauen gleichzeitig trächtig werden und parallel ihre Schweine zur Welt bringen. So können Betriebe Kosten und Arbeitsplätze sparen. Außerdem sollen Sauen durch die Medikamente mehr Ferkel gebären. Der BUND fordert ein, Hormone zu verbieten, die nicht zu medizinischen Zwecken verwendet werden. Der BUND kritisiert vor allem, dass Tierhaltung somit „industrialisiert“ wird und eventuell die verabreichten Hormone über die Ausscheidungen der Tiere in die Umwelt gelangen und so Böden und Gewässer belasten.

Quelle: NDR
Text: Kristina Reiß

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