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In Hessen steigt die Zahl der Bienenvölker rasant
Hessischer Imkertag

In Hessen steigt die Zahl der Bienenvölker rasant

In den letzten 10 Jahren stieg die Zahl hessischer Bienenvölker von 48.000 auf 60.500 an. Beim 50. Hessischen Imkertag dankte Landwirtschaftsministerin Priska Hinz den Imkervereinen für ihre lohnende Arbeit. Erinnert wurde jedoch auch an die akut vom Aussterben bedrohten Wildbienenarten.

Trotz dem rasanten Anstieg der Bienenvölker in Hessen, ist das gemeinsame Engagement bei der Kampagne „Bienenfreundliches Hessen“ immer noch sehr wichtig. Bei ihrem Besuch des 50. Hessischen Imkertags in Bad Schwalbach bedankte sich Landwirtschaftsministerin Priska Hinz für die "gute und harte Arbeit" der Imkerinnen und Imker, ohne die dieser erfolgreiche Zuwachs an Honigbienen nicht zu verzeichnen wäre.

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Dies dürfe jedoch nicht den Blick auf die Probleme bei den wildlebenden Verwandten trüben: „Von den 550 Wildbienenarten in Deutschland sind laut Roter Liste mehr als die Hälfte gefährdet oder vom Aussterben bedroht“, so die Ministerin. Allein 2018 wurden im Rahmen der Kampagne 60.000 Euro an Imkervereine ausbezahlt, die auch in die Anlage von Blühflächen flossen. Insgesamt wurden über verschiedene Programme in Hessen 3.000 Hektar Blühstreifen angelegt, die den Honigbienen, Wildbienen und anderen Insekten zu Gute kommen. Um dem Ökosystem jedoch wieder Stabilität zu verleihen, müsse nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch in den Kommunen und Gärten wieder nachhaltiger "gearbeitet" werden. „Genug von Kieselsteinwüsten und leblosen Rasenflächen! Wir brauchen wieder mehr Vielfalt in unseren Gärten, Balkonen und Grünflächen“, betonte Hinz. Neben großem Dank erhielten am Hessischen Imkertag auch einige Imkervereine ihre verdienten Geldpreise. Sie haben sich  in den Bereichen Verbesserung der Lebensgrundlagen für die Bienen, Engagement in der Bienenzucht und der imkerlichen Praxis, Engagement in der Neuimkergewinnung und Nachwuchsförderung und beim sozialen Engagement besonders hervorgetan.

Quelle: Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Bild: Depositphotos/zilkovec, Text: Tine Esser