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Gefährliche Mückenstiche ? besonders für Kinder
Gefährliches Virus

Denguefieber breitet sich in Europa aus

Mückenstiche jucken zwar, sind aber meistens eher harmlos. Oder etwa doch nicht? Die Erderwärmung sorgt dafür, dass tropische Mückenarten sich in Europa ansiedeln und mit ihren Stichen das Denguefieber verbreiten. Forscher warnen vor einer echten Bedrohung. 

Die Asiatische Tigermücke, mit botanischem Namen aedes albopictus, breitet sich langsam, aber sicher in Europa aus. Der Grund dafür ist die globale Klimaerwärmung, dank der sich die tagaktive Mücke inzwischen auch in den europäischen Breitengraden heimisch fühlt. Das Problem ist, dass ihr Stich nicht nur unangenehm juckt, sondern auch das gefährliche Denguefieber übertragen kann.

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Gefährliche Mückenstiche – besonders für Kinder

Die Infektionskrankheit wird vom Dengue-Virus verursacht und ist laut WHO die sich am schnellsten ausbreitende Viruserkrankung der letzten zwanzig Jahre. Jährlich werden 50 bis 100 Millionen Fälle gemeldet, sodass die Krankheit inzwischen in einhundert Ländern als endemisch betrachtet wird. Das bedeutet, dass sie in einer begrenzten Region andauernd und gehäuft auftritt. Besonders Kinder sind gefährdet. Der Krankheitsverlauf beginnt mit unspezifischen grippeähnlichen Symptomen und kann im schlimmsten Fall mit tödlichen Blutungen einhergehen und sogar tödlich sein. Noch kommt ein schwerer Krankheitsverlauf zwar „nur“ etwa 500.000 Mal pro Jahr vor, doch das Denguefieber breitet sich kontinuierlich weiter aus.

Schwedische Forscher haben herausgefunden, dass in einigen Regionen Südeuropas bereits ein erhöhtes Risiko für Epidemien besteht, weil zusätzlich zur Ausbreitung der Überträger-Mücken auch Faktoren wie Reisen oder Handel eine Rolle spielen. Kürzlich wurde ein erster Impfstoff zugelassen, der einen Impfschutz von 93 Prozent gegen alle vier möglichen Varianten des Denguefiebers bietet. Die Forscher halten es jedoch langfristig für sinnvoller, gegen Treibhausgasemissionen vorzugehen und so den Klimawandel abzuschwächen, um Überträger wie die Asiatische Tigermücke an der weiteren Ausbreitung in Europa zu hindern.

Quellen: medicalpress.de, Bild: medicalpress.de, Text: Ronja Kieffer