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Nachhaltigleben

©iStock/Alexander Raths

Verkehrsverbände kritisieren Führerscheinentzug bei Straftat

ADFC und VCD kritisieren scharf die Vorschläge von SPD und CDU bei gewissen Straftaten den Tätern den Führerschein wegzunehmen.

ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club) und VCD (Verkehrsclub Deutschland) sind gegen den Vorschlag von Union und SPD, den Führerschein bei Straftaten wie Diebstahl einzuziehen. Sowohl ADFC als auch VCD sehen darin eine Diskriminierung umweltfreundlicher Mobilitätsformen. Ludger Koopmann, der stellvertretende ADFC-Bundesvorsitzende sagt dazu: „Wer glaubt, dass Fahrradfahren und die Nutzung des öffentlichen Verkehrs eine Strafe bedeutet, verspottet alle Bemühungen für eine umweltgerechte Mobilitätskultur.  Von moderner Mobilität kann da keine Rede sein.“ Zusätzlich zeigen immer mehr Studien, dass junge Menschen das Auto immer weniger als Statussymbol sehen und genau das Verkehrsmittel nutzen, das sie in der jeweiligen Situation am schnellsten ans Ziel bringt: Oft handelt es sich dabei um Bus, Bahn oder Fahrrad. Michael Ziesak, Bundesvorsitzender des VCD, kritisiert: „Die Verhandlungsführer von Union und SPD scheinen den Bezug zur Realität völlig verloren zu haben. Anstatt die umweltfreundlichen und zukunftsfähigen Verkehrsmittel, wie Bahn und Fahrrad zu fördern, wird diesen mit Ideen vom Rücksitz der Staatskarossen der Gar aus gemacht.“

Quelle: VCD
Text: Kristina Reiß

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