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Migros Textilien sollen bis 2017 komplett grün werden

Ökologisch korrekt, absolut sozialverträglich und komplett rückverfolgbar – das Schweizer Handelsunternehmen Migros will seine Textil-Eigenmarken bis Ende 2017 komplett nachhaltig produzieren. Als Maßgabe dient dabei statt internationaler Richtlinien jedoch nur der eigene Umweltstandard.

Von 65 auf 100 in vier Jahren. Die Migros-Genossenschaft, immerhin das größte Detailhandelsunternehmen der Schweiz, plant bis Ende 2017 seine Textilsparte zu 100 statt wie bislang lediglich zu 65 Prozent den Vorgaben  des 1996 intern entwickelten Eco-Standards zu unterwerfen der nach Eigenangaben ‚für eine umweltverträgliche Textilproduktion sowie für sichere und gesunde Arbeitsbedingungen“ steht.

Demnach sind umweltbelastende Stoffe wie etwa Chlorbleiche nicht erlaubt. Zudem werden alle verwendeten Chemikalien jedes Arbeitsschritts kontrolliert was zwar eine optimale Zurückverfolgung garantiert, den Einsatz gefährlicher Stoffe jedoch nicht zur Gänze ausschließt. Diese werden lediglich ‚auf ein Minimum reduziert oder sofern vorhanden durch eine umweltfreundlichere Alternative ersetzt“.

Die Umweltorganisation Greenpeace begrüßt die Ankündigung, kritisiert jedoch dass Migros im Gegensatz zu Konkurrenzunternehmen wie beispielsweise Coop nach wie vor nicht auf Basis übergreifenden und international geltenden Standards arbeite und sich auch nicht der Detox-Initiative angeschlossen habe, die eine klare Eliminierung gefährlicher Chemikalien in der gesamten Produktionskette bis 2020 vorsieht.

Quelle: Fashion United / Text; Andreas Grüter

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