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Gen-Soja im Futter? © photoncatcher/iStock/Thinkstock

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Verbraucher wollen Geflügel & Eier ohne Gentechnik

Eine Umfrage von Forsa und Greenpeace zeigt, dass Verbraucher Klarheit haben wollen, ob ihre Eier oder ihr Geflügel aus Betrieben stammen, die Gen-Soja verfüttern.

Eine Umfrage von Greenpeace und Forsa hat ergeben, dass es 79 Prozent der Verbraucher wichtig ist, dass Legehennen und Geflügel nicht mit Pflanzen gefüttert werden, die gentechnisch verändert wurden. Trotz dieser klaren Meinung, verwendet die Geflügelwirtschaft weiterhin Gen-Soja im Tierfutter von Hühnern. Gerade Discounter wie Aldi und Lidl standen in den letzten Wochen in der Diskussion Eier und Geflügel aus Gen-Soja-Fütterung anzubieten – ohne das Wissen der Verbraucher. Stephanie Töwe, Landwirtschaftsexpertin bei Greenpeace, erklärt: „Den Verbrauchern wird ohne Not Gentechnik indirekt und unbemerkt über Eier, Fleisch und Milch ins Essen geschummelt, ohne dass die Produkte gekennzeichnet sind.“ Laut der aktuellen Umfrage sind jedoch 93 Prozent der Verbraucher der Meinung, dass Geflügelfleisch und Eier, die mit Gen-Futter produziert wurden, dementsprechend gekennzeichnet werden sollen. Um Gen-freie Hühnerprodukte  erwerben zu können, wären mehr als drei Viertel der Befragten sogar bereit mehr Geld sowohl für Fleisch von Geflügel als auch für Eier auszugeben. Die Supermärkte sollten sich die Ergebnisse dieser Umfrage zu Herzen nehmen und künftig auf Produkte aus der Geflügelwirtschaft zurückgreifen, die aus genfreier Produktion stammen, denn wie die Umfrage zeigt, lehnen viele Verbraucher Produkte mit Gentechnik ab und wollen Klarheit über das Futter der Tiere.

Quelle: Greenpeace
Text: Kristina Reiß

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