1. Home
  2.  › News
Nachhaltigleben

©amana images

EU-Kommission für Reduzierung von Plastiktüten

Plastiktüten sind schlecht für die Umwelt – Die EU-Kommission setzt sich deshalb dafür ein, dass sie weniger verwendet werden.

Der NABU freut sich über den Vorstoß der EU-Kommission: Zukünftig sollen in Europa weniger Plastiktragetaschen verbraucht werden, denn die Menge des Mülls sowohl im Land als auch im Wasser wächst vor allem durch sie. Plastiktüten zerfallen in kleine Partikel, die eine Gefahr für Meerestiere sind, da diese sie mit Nahrung verwechseln. Außerdem wird für die Herstellung der Tüten unnötig Erdöl benutzt und die Verbrennung von Plastiktüten, um diese zu entsorgen, befördert den Klimawandel.  Bislang verbraucht jeder Deutsche 65 Plastiktüten im Jahr. Damit sind wir im europäischen Vergleich oben, denn die Iren verbrauchen nur 18 und die Dänen sogar vier. NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller sagt deshalb: „Wir rufen daher die Bundesregierung und das EU-Parlament dazu auf, den Vorschlag der EU-Kommission zu unterstützen. Dabei ist wichtig, dass auch Deutschland mehr als bisher tut.“

Gefahr für Meere und Lebenwesen

EU-Umweltkommissar Potocnik hatte einen Vorschlag unterbreitet, der die europäischen Staaten auffordert, die Verpackungsrichtlinie kurzfristig zu ändern und so den Verbrauch von Plastiktüten zu reduzieren. Auf diesem Weg hätten EU-Mitgliedsstaaten die Möglichkeit steuerliche Anreize für den Verbrauch von Tüten oder sogar das Aufkommen der Tüten zu verringern und so die Umweltbelastung durch diese zu verkleinern. Die Richtlinie behandelt den Umgang mit Leichtgewicht-Plastiktüten, die selten wiederbenutzt werden und die die Hauptursache für die Vermüllung der Meere und die davon ausgehende Gefahr für Meerestiere sind. Der NABU befürwortet eine Steuer auf Einwegtüten, da für den Verbraucher keine erhöhten Kosten entstehen, wenn dieser auf Mehrwegtaschen umsteigt. Dass die Steuer funktioniert, zeigt das Beispiel Irland: Hier ist die Taschenanzahl in den letzten zehn Jahren um 90 Prozent gesunken.

Quelle: NABU, EU-Kommission
Text: Kristina Reiß