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Die Fracking-Thematik von Sigmar Gabriel ist kontrovers © Sean Gallup/ Getty Images News/ Thinkstock

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Fracking-Verbot für ganz Deutschland

Die umstrittene Gasförderung, das sogenannte Fracking, soll nun in Deutschland zwar weitestgehend verboten werden, doch schon jetzt werden einige Schlupflöcher von Sigmar Gabriel deutlich.

Zusammen mit Umweltministerin Barbara Hendricks einigte sich Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel darauf, dass die Gasförderung aus Schiefer- und Kohleflözgestein oberhalb von 3000 Metern durch das Wasserhaushaltsgesetz verboten werden.  Denn in Wasserschutzgebieten, in Heilquellen und Seen könnte das Fracking eine große Gefahr für die Wasserversorgung darstellen.

Seit den 1990er Jahren darf diese konventionelle Art der Gasförderung praktiziert werden und auch heute ist Fracking grundsätzlich noch erlaubt bzw. auf dem Papier weiterhin möglich, da es kein Gesetz verbietet. Der NABU setzt sich daher intensiv für ein Fracking-Verbot für ganz Deutschland ein. Aus NABU-Sicht müsste zudem auch die Förderung von Erdgas, aus ehemals porösen und nun versiegelten Gesteinsformationen, so genanntes Tight-Gas, sowie der Einsatz der Fracking-Technologie in konventionellen Lagerstätten verboten werden.  Die Ausnahmen bedrohen die Gesundheit von Mensch und Natur und zwar nicht nur durch den Einsatz von umweltgiftigen Stoffen, sondern auch die mögliche Verunreinigung des Trinkwassers. "Die Einigung zwischen Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und Bundeswirtschaftminister Sigmar Gabriel ist ein fauler Kompromiss zu Lasten des Schutzes von Mensch, Natur und Trinkwasser", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. "Statt einer Lex Niedersachsen und eines Fracking-Moratoriums auf Zeit brauchen wir ein dauerhaftes Fracking-Verbot, und zwar in allen Lagerstätten, ob konventionell oder unkonventionell."

Quelle: NABU / Text: Christina Jung

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