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Filmabend erinnert an Fukushima-Katastrophe
Veranstaltungstipp

Fukushima darf nicht vergessen werden

Vor fünf Jahren wurde die Weltgemeinschaft durch die atomare Katastrophe von Fukushima erschüttert. Ein Film Festival sorgt zum Jahrestag im März dafür, dass die großen Gefahren und verheerenden Folgen der Atomkraft nicht in Vergessenheit geraten. 

Aus den Augen, aus dem Sinn – so funktioniert in vielen Fällen unsere Wahrnehmung. In Bezug auf die schrecklichen Nachrichten, die uns täglich aus aller Welt erreichen, ist das mit Sicherheit kaum verwunderlich. Außerdem kann die begrenzte Aufnahmefähigkeit auch als eine Art Schutzmechanismus funktionieren. Dennoch ist es wichtig, Probleme und Konflikte nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Es ist inzwischen fast fünf Jahre her, dass ein Tsunami in Japan den schwersten Reaktor-Unfall seit Tschernobyl auslöste. Viele Menschen verloren im Zuge der Atom-Katastrophe im März 2011 ihr Leben oder ihr Zuhause – und die Zahlen werden in Zukunft weiter steigen. Denn der verheerende Unfall ist noch immer nicht vollständig unter Kontrolle und hat nach wie vor schwerste negative Auswirkungen auf Menschen und Umwelt.

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Filmabend erinnert an Fukushima-Katastrophe

Damit die langfristigen Folgen der Katastrophe und deren Opfer nicht in Vergessenheit geraten, zeigt das Uranium Film Festival anlässlich des fünften Jahrestags am 11. März 2016 im Kino in der KulturBrauerei in Berlin eine Auswahl an Filmen, die sich mit dem Fukushima-Unfall auseinandersetzen. Neben einem vierminütigen Trickfilm, der die Geschichte von Kindern erzählt, die wegen der radioaktiv verseuchten Umwelt nicht mehr draußen spielen dürfen, stehen drei Dokumentationen auf dem Programm. Sie alle beschäftigen sich im weiteren Sinne mit den Geisterstädten in der Sperrzone, die im Umkreis von 20 km rund um das Kernkraftwerk errichtet wurde, mit Menschen, die trotz der akuten Gefahr in dieser Verbotenen Zone ausharren und deren Gründen. Einer davon, der Dokumentarfilm „Fukushame. The lost Japan“ des italienischen Regisseurs Alessandro Tesei, wurde 2014 mit dem festivaleigenen Preis, dem Yellow Oscar ausgezeichnet.  

Der Filmabend bildet den Auftakt des Festivaljahres des Uranium Film Festival, das im April und September weitere Filme auf die Leinwand bringen wird, die atomare Gefahren, nukleare Katastrophen und deren Bewältigung zum Thema haben.

Nicht verpassen: 5 Jahre Fukushima. 11. März 2016 um 20 Uhr, Kino in der KulturBrauerei, Schönhauser Allee 36, 10435 Prenzlauer Berg

Quellen: International Uranium Film Festival, Bild: depositphotos/sergeyussr, Text:  Ronja Kieffer