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Die Atomkatastrophe von Fukushima jährt sich bald zum fünften Mal, in Tschernobyl sind bereits dreißig Jahre vergangen
Atomkraft? Nein, danke!

Wider das Vergessen von Atomkatastrophen

Die Atomkatastrophe von Fukushima jährt sich bald zum fünften Mal, in Tschernobyl sind bereits dreißig Jahre vergangen. An beiden Orten leiden die Betroffenen noch immer unter den schrecklichen Folgen. Ein Filmfestival macht auf die unsichtbare Gefahr aufmerksam.

Man kann sie nicht sehen, schmecken oder riechen, aber sie ist unglaublich gefährlich: Atomkraft hat verheerende Folgen für Umwelt und Menschen. Diese Tatsache drängte sich mit Gewalt wieder in die Öffentlichkeit und unser Bewusstsein, als vor fast fünf Jahren eine Reihe von Unfällen im japanischen Kernkraftwerk Fukushima geschahen, die als Nuklearkatastrophe von Fukushima in die Geschichte eingingen. Diese Katastrophe hat zwar auch positive Entwicklungen in Gang gesetzt – sie war beispielsweise der Anlass für den deutschen Ausstieg aus der Atomenergie -, allerdings hatte Fukushima auch fatale Folgen, unter denen unzählige Menschen noch heute leiden.

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Aus den Augen, aus dem Sinn?

Ein Projekt will dafür sorgen, dass diese Folgen und die Gefahren von Atomkraft nicht aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwinden. Das Internationale Uranium Film Festival hat sich dem Thema Radioaktivität gewidmet, um gegen das Vergessen anzugehen. Seit seiner Gründung einige Monate vor der Katastrophe von Fukushima reist es mit seinem Programm um den Globus.

Auch in Deutschland, genauer: in Berlin, findet das Festival regelmäßig statt. Im September 2016 werden dort – voraussichtlich in mehreren Kinos in Pankow und Mitte – zum fünften Mal Filme gezeigt, die sich besonders gelungen mit dem Thema Radioaktivität auseinandersetzen. Die besten Filme werden mit dem „Yellow Oscar“ geehrt, einer alternativen Trophäe, die vom brasilianischen Recycling-Künstler Getúlio Damado aus Abfallmaterial kreiert wird.

Da es sich um eine Non-Profit-Organisation handelt, sind die Organisatoren auf Unterstützung in Form von Spenden angewiesen, um ihre Mission weiter verfolgen zu können. Wer sich beteiligen möchte, findet alle Informationen unter www.uraniumfilmfestival.org/de.  

Quelle: Uranium Film Festival, Bild: Uranium Film Festival, Text:  Ronja Kieffer