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Zu viel Quecksilber in Energiesparlampen
Gefahren von Quecksilber

Zu viel Quecksilber in Energiesparlampen

Trotz gesetzlicher Grenzwerte wird immer noch zu viel Quecksilber in Energiesparlampen gefunden. Das ist gefährlich, denn wenn die Lampen zu Bruch gehen, gelangt das Nervengift in die Luft. Beim Einatmen kann es zu einer Vergiftung kommen.

Eine Energiesparlampe darf nicht mehr als 2,5 Milligramm Quecksilber enthalten. Diese gesetzliche Vorgabe ist extrem wichtig, denn das Schwermetall ist ein gefährliches Nervengift, das schwere gesundheitliche Schäden verursachen kann, wenn es eingeatmet wird. Trotzdem werden in vielen Billigprodukten nach wie vor zu hohe Mengen Quecksilber gefunden.

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Wie gefährlich ist Quecksilber?

So auch bei einer aktuellen Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe (DUH), die festgestellt hat, dass fast 40 Prozent der auf Onlinemarktplätzen wie Ebay und Amazon verkauften Energiesparlampen eine Gefahr für Mensch und Umwelt darstellen, weil sie den gesetzlichen Grenzwert für Quecksilber überschreiten. Der Verein kritisiert das unverantwortliche Vorgehen der Hersteller scharf und fordert die Online-Plattformen auf, den Verkauf dieser gefährlichen Produkte zu unterbinden. Die Gefahren von Quecksilber sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Eine akute Vergiftung geht mit eher unspezifischen Symptomen wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel einher und muss sofort intensivmedizinisch behandelt werden, sonst kann es zu irreparablen Schäden kommen. Allerdings ist eine so schwere Vergiftung eher selten, denn die großen Mengen des Nervengifts, die dafür notwendig sind, enthält nicht einmal ein Quecksilber­thermometer.

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Wesentlich häufiger sind chronische Quecksilbervergiftungen, die durch das längerfristige Einatmen geringer Mengen giftiger Dämpfe, durch den Verzehr quecksilberhaltiger Lebensmittel oder aber durch zerbrochene Quecksilber­thermometer und Energiesparlampen verursacht werden. Betroffene erleiden unter anderem Schädigungen des Nervensystems, Stimmungsschwankungen, Erregungs- und Angstzustände und Persönlichkeitsveränderungen. Mit solch schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen ist nicht zu spaßen! Deshalb kann man den Forderungen der DUH nur zustimmen: Der Verkauf von billigen Energiesparlampen, die mehr als die gesetzliche Menge an Quecksilber enthalten, ist unverantwortlich und muss gestoppt werden. In guter Qualität sind die klimafreundlichen Leuchtmittel aber durchaus zu empfehlen. Verbraucher sollten sich im Fachhandel ausführlich beraten lassen und die dortige Qualitätsware billigen Produkten von Onlinemarktplätzen vorziehen.

Quellen: Deutsche Umwelthilfe e.V., Bild: Depositphotos/yupiramos, eskaylim, Text: Ronja Kieffer