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Die Produktion von Kaffee funktioniert auch gänzlich ohne Giftstoffe © Francesco Carniani (iStock / thinkstock)

© Francesco Carniani (iStock / thinkstock)

Projekt gegen Gifte bei Kaffee-Produktion

Zum Tag des Kaffees am 6. September 2014: Das Nachhaltigkeitssiegel UTZ Certified nimmt dies zum Anlass die Ergebnisse eines Pilotprojekts in Lateinamerika zu präsentieren.

Mit 70 Prozent ist Lateinamerika der größte Kaffeehersteller weltweit und vom Rio Grande bis Feuerland befinden sich etwa ein Drittel aller unserer Wasserreserven. Was Kaffee und Wasser miteinander zu tun haben liegt auf der Hand: Um eine Tasse Kaffee zu produzieren werden 140 Liter Wasser verbraucht. Durch sogenannte Nassschrotmühlen, die zum Waschen der Bohnen verwendet werden, entstehen große Abwassermengen, die ungefiltert in Flüsse und Seen fließen. Die organischen Gifte und Abfälle bedrohen Mensch und Natur. „Die Produktion von Kaffee ist nur dann ökologisch nachhaltig, wenn die Ressource Wasser effizient genutzt wird. Dazu gehört, dass das Abwasser aufbereitet wird“ sagt Han de Groot, Geschäftsführer von UTZ Certified und erklärt weiter: „Das Ökosystem schafft es nicht, die großen Mengen an verunreinigtem Wasser aus eigener Kraft zu reinigen.“

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2010 startete UTZ Certified deshalb ein Pilotprojekt in Lateinamerika zur Wiederaufbereitung von Kaffee-Abwasser. 19 Farmen nahmen an dem Projekt teil. Es  wurde eine Wasseraufbereitungsanlage installiert, die den Wasserverbrauch um 50 Prozent reduziert und ein Bio-Reaktor verwandelt das entstehende Methan in Biogas um. Ein vorbildliches Projekt, das laut UTZ Certified Schule machen sollte, da die steigende Nachfrage nach Kaffee immer größere Mengen an schädlichen Kaffee-Abwasser verursacht.

Quelle: UTZ Certified
Text: red