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Nicht alles was glänzt, ist Gold. Kaffee-Kapseln sind eine enorme Belastung für die Umwelt © Henry Klingberg (pixelio.de)

© Henry Klingberg (pixelio.de)

Umweltkiller Kaffee-Kapseln: Deutsche Umwelthilfe klagt an

Die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) prangert anlässlich der Eröffnung eines neuen Kaffeekapselwerks des Lebensmittelkonzerns Nestlé in Schwerin die Umweltschädlichkeit der abfallintensiven und ressourcenineffizienten Verpackungssysteme an.

„Im neuen Schweriner Nestlé-Werk sollen jährlich bis zu zwei Milliarden Kaffee-Kapseln produziert werden. Auf sechs Gramm Kaffee kommen circa drei Gramm Plastik- oder Aluminiumabfall. So unscheinbar eine einzelne Kaffee-Kapsel wirkt, umso größer sind deren Umweltauswirkungen in der Gesamtheit. Würde man die in 2013 verbrauchte Menge an Kaffee in einzelnen Kapseln anstatt in 500-Gramm-Großverpackungen verkaufen, so entstünden mehr als 150.000 Tonnen zusätzlicher Plastikabfall“, kritisiert der DUH-Bereichsleiter für Kreislaufwirtschaft, Thomas Fischer.

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Die Umwelt- und Verbraucherorganisation fordert, dass Verpackungsmengen durch intelligente Öko-Design-Konzepte verringert werden. Allerdings gehe der Trend in der Nahrungsmittelindustrie zu immer kleineren Verpackungsportionen, die immer mehr Müll erzeugten. Thomas Fischer: „Die Materialbilanz kleiner Kaffee-Kapseln ist verheerend, weil deutlich mehr Verpackungsmaterial für die gleiche Inhaltsmenge eingesetzt werden muss.“  Als besonders absurd bezeichnete Thomas Fischer, dass neben der Kaffee-Kapsel auch noch eine Milchkapsel verwendet wird. Kaffee-Kapseln belasten nach Einschätzungen der DUH nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel, da sie deutlich teurer sind als normaler Kaffee.

Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.
Text: red