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Beim Petersberger Klimadialog kommen rund 35 Länder für den Klimaschutz zusammen © 123ArtistImages/ iStock/ Thinkstock

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Keinen Weltmeistertitel für den Klimaschutz

Nach dem WM-Titel ist Deutschland euphorisiert, doch für ihren Klimaschutz hat die deutsche Bundesregierung noch keinen Titel verdient. Der Petersberger Klimadialog in Berlin soll die (Klima)wende endlich bringen.

Seit einigen Jahren lädt die Bundesregierung regelmäßig zum Petersberger Klimadialog ein, um die internationalen Verhandlungen zum weltweiten Klimaschutz voranzubringen. Mitte Juli kamen auch in diesem Jahr die Minister aus rund 35 Ländern in Berlin zusammen, um beim fünften Petersberger Klimadialog unter dem Motto "Addressing the urgency – stepping up our contributions" über das kommende Klimaschutzabkommen zu diskutieren. In Brasilien hat es mit dem Weltmeistertitel geklappt, doch in Berlin hat die Klimaschutz-Politik noch keinen Titel verdient. „Beim Klimaschutz ist Deutschland vom Weltmeistertitel meilenweit entfernt.  Statt sich wie die deutsche Elf mit Kreativität und Einsatz an die Spitze zu setzen, steht die Bundesregierung auf der Bremse.  Sie müsste die Energiewende engagiert vorantreiben, doch stattdessen deckelt sie die erneuerbaren Energien. Seit Jahren liegt  der europäische Emissionshandel am Boden und zuletzt wurde in Deutschland wieder mehr dreckige Kohle verbrannt. Gleichzeitig finanziert die Bundesregierung im Ausland Kohlekraftwerke und andere Klimakiller und kürzt die Hilfsgelder für die Unterstützung der armen Länder im Kampf gegen den Klimawandel“, so Klima-Experte Jan Kowalzig bei Oxfam.

Quelle: Oxfam / Text: Christina Jung

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