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Konservierungs- und Düngemittel aus Guave-Blättern
Chemistry Challenge

Green and Sustainable Chemistry Challenge 2018

Die diesjährigen Gewinner der Elsevier Foundation Green and Sustainable Chemistry Challenge stehen fest. Die beiden ersten Preise gehen an zwei neue chemische Lösungen, die Guave-Blätter verwenden, um dem Verderb von Nahrungsmitteln entgegenzuwirken und Fischknochen in phosphatreichen Dünger zu verwandeln.

Die Green and Sustainable Chemistry Challenge ist eine Kooperation zwischen der Elsevier Foundation und Elseviers Chemiezeitschriften. Jährlich werden herausragende chemische Forschungsprojekte prämiert, deren Ziel es ist, weltweit eine nachhaltige Ernährungssicherheit zu fördern.

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Dr. Rajbhandari Präsident des Forschungsinstituts für Biowissenschaften und Biotechnologie in Nepal erhielt in diesem Jahr für sein Projekt „Guava leaves as natural preservatives for farmers of Nepal“ den mit 50.000 Euro dotierten ersten Preis. Jedes Jahr verdirbt ein Drittel der nepalesischen Agrarprodukte, aufgrund mangelnder Kühlketten und lebensfähiger, nicht toxischer Konservierungsstoffe. Mit einem natürlichen, wasserbasierten und sprühbaren Konservierungsmittel aus Guave-Blättern von Dr. Rajbhandari ist es nun möglich, giftige Chemikalien zu ersetzen. Gleichzeitig ist das natürliche Konservierungsmittel bedenkenlos von der Bevölkerung einsetzbar und sichert damit einen gesunden und frischen Transport der Früchte auf den Markt. Der mit 25.000 Euro dotierte zweite Preis ging an Dr. Alessio Adamiano und sein Projekt „Phos-FATE: Empowering fishing communities for climate change“. Es zeigt, wie Phosphor auf einfache und messbare Weise recycelt werden kann, indem Fischknochen in Produkte wie Düngemittel umgewandelt werden. „Phosphat ist lebensnotwendig, vor allem in der Nahrungsmittelproduktion und für Pflanzen", so Dr. Kümmerer, Vorsitzender der wissenschaftlichen Jury. „Der stetige Abbau von Phosphat und dessen sinkende Qualität als natürliche Ressource ist ein Thema, das alle Länder betrifft. Phos-FATE wird nicht nur die Abhängigkeit für Entwicklungsländer von einem teuren Import verringern, sondern auch einen lokalen Wert, Arbeitsplätze und letztendlich eine höhere Qualität von Phosphat für Nutzpflanzen schaffen."

Quelle: Elsevier Foundation, Bild: Depositphotos/wittybear, Text: Tine Esser