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Gerade beim Schlafen sind viele Menschen durch Umweltlärm gestört © AndreyPopov/ iStock/ Thinkstock

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Tag gegen Lärm: NRW wird leiser

Lärm zählt zu den größten Gesundheitsrisiken in unserer mobilen Gesellschaft. NRW macht es vor und startet zum Tag gegen Lärm die Initiative „NRW wird leiser“ zum Schutz der Bevölkerung.

Eine Studie des Umweltbundesamtes (UBA) konnte ermitteln, dass sich in Deutschland 54 Prozent der Bürgerinnen und Bürger durch Lärm gestört oder belästigt fühlen. Neben Straßen- und Güterverkehr sind es insbesondere Flugzeuge, die lautstarke und störende Geräusche verursachen. Am Tag gegen Lärm, dem sogenannten International Noise Awareness Day, der jedes Jahr am 30. April stattfindet, soll die Öffentlichkeit für Lärm und dessen Folgen sensibilisiert werden. Lärm wird vor allem in der Nacht als störend empfunden und kann dazu führen, dass der Schlaf unterbrochen wird. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass Umweltlärm im westlichen Teil Europas jedes Jahr zum Verlust von mehr als einer Million gesunden Lebensjahren führt. Schwerwiegende Folgen sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlafstörungen und Stress.

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Umweltminister Remmel: „Lärm macht krank“

Gerade in einem verkehrs- und bevölkerungsreichen Land wie Nordrhein-Westfalen ist Lärm nach wie vor ein großes Umweltproblem. Circa 1,4 Millionen Bürgerinnen und Bürger sind in NRW gesundheitsschädigenden Lärmpegeln ausgesetzt. Im Rahmen des Aktionsbündnisses „NRW wird leiser“ fördert das Umweltministerium daher die Bürgerinnen und Bürger auf, Lärm individuell und freiwillig zu reduzieren. Zudem erarbeiten kommunale Spitzenverbände, sowie Bürgerinitiativen und andere gemeinsame Konzepte zum Lärmschutz.

„Lärm ist eine ernste Bedrohung für unsere Gesundheit, Lärm macht krank. […] Jede Verringerung von Lärm ist ein Gewinn für das persönliche Wohlbefinden und für die Gesundheit“, sagt Umweltminister Johannes Remmel anlässlich des Tags gegen Lärm.

Quelle: MKULNV Nordrhein-Westfalen / Text: Christina Jung