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Massiver Hunger durch Landgrabbing

Landgrabbing oder Landnahme bezeichnet den Aufkauf von Agrarflächen. Besonders große Konzerne kaufen Land im großen Stil in armen Ländern, in denen die Bevölkerung ohnehin Hunger leidet.

Landgrabbing wird für zu einem immer größeren Problem. In den letzten zehn Jahren würden Agrarflächen, die fast sechs Mal so groß sind wie Deutschland, an ausländische Investoren verkauft oder verpachtet. Die Menschen, die das Land vorher bestellten und davon lebten, wurden vertrieben.

Laut des Oxfam-Berichts „Our Land, Our Lives“ wurden 60 Prozent dieser Agrarflächen von Ländern gekauft, in denen die Bevölkerung massiv Hunger leidet. Die großen Konzerne leiten die Erträge zurück ins eigene Land, während die einheimische Nahrungsmittelproduktion der Länder verloren geht. Mit den lokalen Produkten könnte eine Milliarde Menschen versorgt werden, aber die Bevölkerung wird stattdessen gewaltsam und entschädigungslos von den eigenen Feldern vertrieben.

Oxfam fordert nun die Weltbank auf, großflächige Land-Akquisitionen für sechs Monate ruhen zu lassen.  Die Weltbank investiert selbst großflächig und Land und  beeinflusst die Landvergabe-Politik ärmerer Länder. Nur die Weltbank kann das Landgrabbing verhindern und damit gleichzeitig ein Zeichen setzten für alle Investoren und Regierungen.

In diesem Video wird die Problematik des Landgrabbings anschaulich auf Englisch erklärt:

Unterzeichnen Sie den Appell an die Weltbank!

Quelle: Oxfam / Text: Marie A. Wagner

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