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Biowachse wie Bienenwachs könnten in Zukunft Mikroplastik in Kosmetik ersetzen © Bigkhem/ iStock/ Thinkstock

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Biowachs ersetzt Mikroplastik in Kosmetik

Mikroplastik ist umweltschädigend und doch wird es weiterhin in der Kosmetikindustrie als Peelingpartikel eingesetzt. Fraunhofer entwickelte jetzt Biowachse, die eine echte Alternative sind.

Vielfach eingesetzt in der Kosmetikindustrie, steht das wenige Millimeter große Mikroplastik seit einiger Zeit in der Kritik, das es sich in der Umwelt ansammelt und häufig Schadstoffe aufnimmt, die über Umwege auch in den menschlichen Körper gelangen können. Doch schon in naher Zukunft möchte die Kosmetikindustrie auf den Einsatz des Materials verzichten. „Hier könnten auch alternative Werkstoffe eingesetzt werden. Sand und Nussschalen zum Beispiel oder Salze. Sand und Nussschalen wirken jedoch sehr abrasiv in den Verarbeitungsanlagen und lassen diese schnell verschleißen; und Salze sind wasserlöslich, weshalb sie nicht für alle Produkte geeignet sind“, so der Wissenschaftler Dr. Sebastian Pörschke.

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Biowachse – eine echte Alternative?

Eine besonders vielversprechende und marktfähige Alternative, die auf natürlichen Materialien beruht, sind natürliche Biowachse, die das Fraunhofer Institut  in einem innovativen Verfahren hergestellt hat. Entweder zu Pulver zermahlen oder im Hochdruckverfahren zu Kugel gepresst, haben die nachwachsenden Rohstoffe Bienenwachs, Karnaubawachs oder Candelillawachs ähnliche Eigenschaften wie die Mikroplastik-Kügelchen. Man ist sich einig mit den pulverisierten Biowachsen zur Lösung des Mikroplastik-Problems beitragen zu können.

Quelle: Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheit- und Energietechnik / Text: Christina Jung