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Bangladesch: Unglücksfabrik produzierte auch für Wal-Mart

Nach dem verheerenden Großbrand in einer Textilfabrik in Bangladesch bei dem vor zwei Wochen 120 Menschen starben und mehr als 200 verletzt wurden, gehen die Untersuchungen weiter. Fest steht mittlerweile, dass neben C&A und Kik auch weitere internationale Unternehmen, darunter Wal-Mart und Dickies, zum Kundenstamm zählten.

Zwei Wochen nach der von einem elektrischen Kurzschluss ausgelösten Brandkatastrophe in der Tazreen Fashion Textilfabrik wurden jetzt neue Details bekannt.  Demnach ließen neben C&A, Kik und Li & Fung unter anderem auch Wal-Mart, Dickies, Infinity Woman und Enyce, das Labels des Rappers Sean Comb, in der Produktionsstätte fertigen. Während Kik klar stellte, dass es über das Mutterunternehmen Tuba Garments lediglich bis August 2012 Kunde war und der Beschaffungsriese Li & Fung den Familien der Opfer ja 1.200 US-Dollar als Unterstützung sowie eine eigene Untersuchung der Katastrophe zusagte, erklärte laut Onlinemagazin Just-style ein Sprecher von Wal-Mart dass dort ohne deren Wissen produziert wurde. So soll ein Händler den Auftrag ohne Absprache mit der weltweit größten Einzelhandelskette weitergegeben haben. Die Beziehung mit dem Händler sei eingestellt worden und man arbeite daran,  Brandschutzaufklärung und –training in Bangladesch zu verbessern. Wal-Mart steht wegen seiner restriktiven Haltung zu Gewerkschaftsarbeit und Arbeitnehmerrechten vor allem in den USA seit Jahren immer wieder in der Kritik.

Quelle: Fashion United / Text: Andreas Grüter

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