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Das Bündnis für nachhaltige Textilien ist sichtlich ernüchtert.
Textilindustrie

Nachhaltigkeit braucht konkrete Maßnahmen

Erfreulich: Der Nachwuchs in der Modebranche setzt zunehmend auf Nachhaltigkeit. Unerfreulich: Ein erfolgversprechendes Bündnis für nachhaltige Textilien bleibt unverbindlich und konnte bisher nur wenig erreichen. In Düsseldorf haben dessen Vertreter darüber diskutiert, wie es weitergeht.

Nachhaltigkeit – das Thema ist aus der Modebranche nicht mehr wegzudenken und wird immer häufiger bereits im Studium diskutiert. Nicht nur um nachhaltige Textilien, sondern auch um nachhaltiges Wirtschaften ging es bei einer Konferenz in Düsseldorf mit dem Titel „Fair Fashion Works? Unternehmensverantwortung im Modestudium“.

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Arbeitsbedingungen in Billiglohnländern müssen besser werden

Bei aller Freude darüber, dass sich die Mode Manager von morgen zunehmend für mehr Nachhaltigkeit in ihrer Branche interessieren, wurde eine Diskussion um das vor über zwei Jahren vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ins Leben gerufene Textilbündnis aus Unternehmen, Politik und Zivilgesellschaft eher von Ernüchterung beherrscht. Denn bisher, da waren sich die Diskussionsteilnehmer einig, bleibt das Bündnis zu unverbindlich. Allesamt Vertreter des Bündnisses zeigten sie sich selbstkritisch und merkten an, dass Selbstverpflichtungen der Beteiligten nicht ausreichen, um langfristig etwas zu verändern.

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Wie es mit dem Textilbündnis weitergeht, wird sich zeigen. Fest steht, dass die Textilbranche nicht nachhaltiger wird, solange sich die Arbeitsbedingungen in Billiglohnländern wie Bangladesch und Kambodscha nicht verbessern. Welche Rolle Politik, Wirtschaft und Wissenschaft dabei spielen, darüber diskutierten im Rahmen der Konferenz rund 120 Studenten und Dozenten und tauschten sich in Workshops mit Praktikern aus der Branche aus. Organisiert wurde die zweitägige Konferenz von der Frauenrechtsorganisation FEMNET, die sich für eine menschenwürdige Produktion in der globalen Textilindustrie engagiert und selbst Teil des Textilbündnisses ist.

Quellen: FEMNET e.V., Bild: FEMNET e.V., Text: Ronja Kieffer