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Viola von Cramon auf einer Mülldeponie, erzeugt durch Olympiabaustellen

©obs/ZDF/ZDF/Bernd Reufels

Olympische Winterspiele: Schwere Folgen für die Umwelt

Die olympischen Winterspiele in Sotschi sind in aller Munde aufgrund von Menschenrechtsverletzungen im Land und im Vorfeld der Spiele. Die Umweltkatastrophe, die Olympia auslöst, bleibt oft vergessen.

ZDF: planet e.: "Sotschi - Goldmedaille für Naturvernichtung". Sonntag, 2. Februar 2014 um 14.45Uhr

Die diesjährigen olympischen Winterspiele in Sotschi gehören zu den teuersten aller Zeiten und der große Verlierer der Veranstaltung steht schon fest: die Umwelt. Alleine 20.000 Hektar Wald wurden gerodet, damit eine Fläche für die Austragung der Kämpfe gefunden werden konnte. In der ZDF-Umweltdoku „planet e.: Sotschi – Goldmedaille für Naturvernichtung“ geht die ehemalige Grünen- Bundestagsabgeordnete Viola von Cramon den Auswirkungen auf die Spur, die die Bauarbeiten auf die Natur und die Menschen vor Ort haben. Auf dem Weg in das Skigebiet wird von Cramon begleitet von der Geologin Alla Jussupova, die bereits vor dem olympischen Anlagenbau vor den Folgen für die Umwelt warnte. Jussupova erklärt: „Es ist bekannt, dass hier vor dem Beginn der Bauarbeiten gar keine Umweltstudie erstellt wurde. Es wurde kein staatliches Gutachten in Auftrag gegeben, um die Folgen für die Umwelt zu untersuchen. Man hat einfach erstmal gebaut - und dann die Genehmigungen eingesammelt.“ Wunderschöne Landschaften im Kurort Sotschi wurden für Olympia zerstört und viele Tiere aus ihrem natürlichen Lebensraum vertrieben. Zudem entstanden 80 Prozent der neu errichteten Sportstätten in einem Nationalpark – Schutzbestimmungen für die Region wurden einfach übergangen.

Quelle: ZDF Presse und Information
Text: Kristina Reiß

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