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Schadstoffe gefährden die Gesundheit langfristig
Gift im Alltag

Chemikalien gefährden Mütter und Babys

Wir alle sind täglich giftigen Chemikalien ausgesetzt. Durch Gefahrenquellen wie Verpackungen, Kosmetika, Putzmittel und viele weitere mehr. Richtig gefährlich ist das für schwangere Frauen und deren Babys. Es drohen schwere Gesundheitsschäden.

Dass Pestizide, Kunststoffe und Lösungsmitteln nicht gesund sind, wissen die meisten Menschen. Welche Folgen solche giftigen Substanzen aber laut der Internationalen Föderation für Gynäkologie und Geburtshilfe (FIGO) für werdende Mütter und deren Nachwuchs haben können, ist schockierend. Fehl- und Totgeburten, angeborene Fehlbildungen, Schädigungen des Nervensystems können ebenso auf gefährliche Chemikalien zurückgehen wie die Zunahme von Krebserkrankungen oder ADHS.

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Giftige Substanzen sind allgegenwärtig

Besonders gefährlich sind sogenannte endokrin wirksame Substanzen. Das sind Stoffe, die auf unseren Hormonhaushalt einwirken und somit Prozesse durcheinanderbringen, die ganz wichtig für eine gesunde Fortpflanzung sind. Doch gerade solchen Giften sind wir im Alltag ständig ausgesetzt. Angefangen bei schädlichen Kunststoffen, die sehr häufig für Verpackungsmaterialien verwendet werden, über Lösungsmittel, die wir zum Putzen verwenden, bis hin zu Pestiziden wie Glyphosat, die in der konventionellen Landwirtschaft standardmäßig zum Einsatz kommen. Wie alltäglich die Gefahr ist, zeigen Untersuchungen: Demnach kann jedes einzelne Baby vorbelastet zur Welt kommen, denn praktisch alle schwangeren Frauen sind durch Chemikalien belastet.

Politik gefordert

Organisationen wie FIGO oder WECF (Women in Europe for a Common Future) setzen sich für die Gesundheitsförderung ein und fordern von der Politik Gesetze, um die Menschen wirksam vor giftigen Pestiziden zu schützen. Dass auch solche bisweilen nur bedingt erfolgreich sind, zeigt das Beispiel eines EU-Gesetzes zum Verbot von hormonell wirksamen Pestiziden: Das Gesetz wurde 2009 eingebracht – umgesetzt ist es bis heute nicht.

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Quellen: WECF Deutschland e.V. / FIGO,Bild: Thinkstock/Andriy Bandurenko,  Autorenname: Text: Ronja Kieffer