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© Jupiterimages/iStock/Thinkstock

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PETA: Hummer lebendig in Plastiktüten verpackt

Nach Berichten der Tierschutzorganisation PETA zufolge hat der Großhändler METRO lebende Hummer beim Verkauf in Plastiktüten verpackt.

Laut Ermittlern der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. verkauft der Großhändler METRO in seinen Filialen in Korntal bei Stuttgart und in Esslingen lebendige Meerestiere in Plastiktüten. Dreimal pro Woche bekomme der Großhandel eine Hummer-Lieferung aus den USA, in der die Tiere nicht nur in trockenen Kisten, sondern auch mit zusammengebundenen Scheren und ohne Nahrung gelagert werden. Laut Tierschutzgesetz müssen alle Tiere ihren Bedürfnissen entsprechend gehalten werden. Die „Verpackung“ in Kartons und Plastik setzt die Hummer starkem Stress sowie Atemnot aus, was zum Erstickungstod führen kann. „METRO hält sich nicht an Tierschutzgesetze und behandelt Hummer, als seien die Tiere unsensibles Gemüse, das man in trockenen Kisten stapeln und in Plastiktüten verkaufen kann“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin bei PETA Deutschland e.V. „Sie haben blaues Blut und können um die 100 Jahre alt werden.“

PETA hat nun Anzeige gegen den Großhändler erstattet, das dies ein klarer Verstoß gegen die Tierschutzschlachtverordnung ist, nach der Hummer nur im Wasser oder vorübergehend auf einer feuchten Unterlage transportiert werden dürfen. Zudem fordert die Tierrechtsorganisation den Lebensmittelhändler auf, den Verkauf von Hummern umgehend einzustellen.

 Quelle: PETA Deutschland e.V. / Text: Christina Jung

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