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Kein Essen im Tank

©Oxfam

Gegen Nahrungsmittel im Kraftstoff

Das Europaparlament in Brüssel entscheidet am 11. September über den Anteil von sogenannten „Biosprit“ aus Nahrungsmitteln im Kraftstoff ab.

Nahrungsmittel landen immer häufiger im Autotank als auf dem Teller. Alleine im Jahr 2012 wurden 40 Prozent der amerikanischen Maisernte für Ethanol eingesetzt. Dadurch wird das Angebot von Nahrungsmitteln künstlich verkleinert. Lagerbestände werden geringer und die Preise auf dem Weltmarkt steigen und schwanken mehr als je zuvor. Das Europarlament stimmt am 11. September über den Anteil von Biosprit in normalem Kraftstoff ab. Vorgeschlagen sind 5 Prozent Biosprit im Kraftstoff, Abgeordnete aus dem Industrie-, Agrar- und Verkehrsausschuss fordern aber eine Obergrenze von bis zu acht Prozent. Dies könnte verheerende Folgen wie Hunger, Landvertreibungen und mehr Treibhausgas-Emissionen zur Folge haben. Oxfam, BUND und Misereor fordern deshalb mit der Aktion „Kein Essen im Tank“, Biosprit aus Nahrungsmitteln abzuschaffen bzw. es zumindest auf ein Minimum zu reduzieren. Nach einer ersten Aktion vor einigen Monaten, konnte so bereits bewirkt werden, dass jetzt über den niedrigeren Anteil von Biospirt abgestimmt wird.  Hier können auch Sie aktiv Ihre Stimme dafür abgeben, um so das Ergebnis im September zu beeinflussen.

Quelle: Oxfam
Text: Kristina Reiß

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