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Profitgier der Ölindustrie beeinträchtigt massiv gefährdete Unterwassertierwelt
Unterwasserlärm stört Wale

Ölsuche lässt Wale stranden

Die Suche nach Ölvorkommen im Mittelmeer schädigt das gesamte Ökosystem. Unter Wasser werden Schallkanonen eingesetzt, die derart laut sind, dass Wale stranden und oft qualvoll verenden. Dringend erforderlich wären Alternativen zur Suche nach Öl- und Gasressourcen.

Im Mittelmeer ist es mittlerweile so laut, dass es weitreichende Folgen für die Unterwassertierwelt hat. Die Ölindustrie setzt Schallkanonen mit einer Lautstärke von 200-250 Dezibel ein, die ein Bild vom Untergrund vermitteln und eventuelle Öl- oder Gasvorkommen sichtbar machen. Zum Vergleich - Lärm über 130 Dezibel wird vom Mensch als Schmerz empfunden.

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Einen harten Ton zu diesem Verfahren schlägt Undine Kurth an, stellvertretende DBU-Kuratoriumsvorsitzende und Vizepräsidentin des Deutschen Naturschutzringes (DNR) "Es kann nicht sein, dass rein wirtschaftliche Interessen der Ölindustrie nicht einmal vor Schutzzonen halt machen und zu massiven Beeinträchtigungen der ohnehin schon vielfach gefährdeten Unterwassertierwelt führen". Der Unterwasserlärm stört mittlerweile das gesamte Ökosystem im Mittelmeer. Besonders deutlich zeigt sich das an den Strandungen von Walen und Delphinen. Der unerträgliche Lärm macht die Tiere krank, ganze Fischschwärme kollabieren oder sie sterben daran, was auch der Grund für die zunehmenden Strandungen ist. Dringend benötigt werden Alternativen zum Einsatz von Schallkanonen sowie viele weitere Maßnahmen, um di e Situation in der Region für das marine Ökosystem zu verbessern.

Quelle: Deutsche Bundesstiftung Umwelt, Bild: Depositphotos/serrnovik, Text: Tine Esser