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Kakaoanbau Honduras
Rainforest Alliance

Neues Projekt zum Erhalt der Wälder in Honduras

Honduras ist der größte Kaffeeproduzent Zentralamerikas. Ineffiziente Anbaumethoden führen jedoch in vielen Regionen zu geringen Erträgen, Armut und einer hohen Entwaldungsrate. Ein Projekt der Rainforest Alliance, mit dem Ziel, die ökonomische Situation und Naturräume zu bewahren, soll die Situation verbessern. 

Rund 40 Prozent der Wälder sind in Honduras zwischen 1950 und 2015 zugunsten einer, zum Großteil ineffizienten Agrarwirtschaft, verschwunden. Ein schlechter Zustand der Böden, geringe Erträge sowie die fortschreitende Verarmung der ländlichen Bevölkerung sind die Folge. Hinzu kommen die Auswirkungen des Klimawandels wie Dürren, extreme Wetterverhältnisse, ungewöhnliche Regenfälle und verstärkter Krankheitsbefall von Nutzpflanzen, die die Lage im Landanbau zusätzlich verschärft. Dies wiederum vergrößert den Druck auf noch intakte Waldbestände.

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In Kooperation mit der Inter-American Development Bank (IDB), der Mikrofinanz-Institution FAMA und der lokalen Umweltschutzorganisation ICADE will die Rainforest Alliance das Problem jetzt vor Ort angehen. Ziel ist es, während der dreijährigen Projektphase, den Anbau von Holzprodukten, Kakao, Kaffee und Rambutan wettbewerbsfähiger zu gestalten und an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Hierzu werden große wie kleine Farmer in klimafreundlicher und nachhaltiger Anbauweise geschult, was die Betriebe langfristig wieder produktiver und profitabler werden lässt. Neue Märkte sollen eröffnet und Finanzierungen für Wiederaufforstungsmaßnahmen bereitgestellt werden. Geplant ist, mit dem Einkommens- und Ertragsausgleich sowohl die anbauenden Gemeinden wie auch die verbliebenen Naturbestände abzusichern. Frauen werden explizit im Projekt und aktiv in Entscheidungsprozesse der Gemeinden einbezogen.

Quelle: Rainforest Alliance, Bild: Charlie Watson, Text: Tine Esser