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es ist zu warm im Winter, die Robben brauchen Schnee und Eis zum Überleben.
Zu wenig Eis und Schnee

Warme Winter gefährden Ringelrobben

Gefahr für die Ringelrobben! Der Klimawandel macht den Meerestieren zu schaffen, ihre Population in der Ostsee ist gefährdet. Der Grund: es ist zu warm im Winter, die Robben brauchen Schnee und Eis zum Überleben.

Die Ringelrobben sind gut zu erkennen an ihrem ringelförmig gefleckten Fell. Sie leben hauptsächlich in der Arktis, doch auch in den nördlichen Bereichen der Ostsee gibt es eine relativ kleine Population übrigens besonders großer Exemplare. Bis zu 10.000 Tiere leben aktuell an den Küsten von Finnland, Schweden, Estland und Russland. Das ist schon deutlich mehr als noch vor rund dreißig Jahren, als die Zahlen innerhalb von wenigen Jahrzehnten von fast 200.000 auf nur noch gut 5.000 zurückgegangen waren. Die Gründe dafür waren weniger natürliche Fressfeinde als vielmehr Jagd und Umweltgifte.

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Zu wenig Eis und Schnee für die Robbenbabys

Nachdem sich die Ringelrobben-Population inzwischen etwas erholen konnte, droht jetzt aber eine neue, erneut vom Menschen verursachte, Gefahr. Die Jungen der Ostsee-Robben kommen im Februar und März auf die Welt. Vorher sind besonders die Muttertiere darauf angewiesen, dass ihre Lebensbereiche über gewisse Zeiträume hinweg vereist sind. Denn auf den Eisschichten sammelt sich Schnee und den nutzen die weiblichen Robben zum Bau von Schutzhöhlen für ihre Jungtiere. Doch inzwischen sind die Winter nicht mehr kalt genug, die Meere sind nicht mehr vereist, es gibt nicht genügend Schnee. Das hat zur Folge, dass die Mütter ihre Babys nicht mehr aufziehen können. Den kleinen Robben fehlt dann die wärmeisolierende Fettschicht, die sie vor dem eiskalten Wasser schützt, und sie erfrieren.

Umweltorganisationen wie der BUND deshalb konsequentere Schutzmaßnahmen. Dazu gehören zum Beispiel die Eindämmung des Müllproblems in den Meeren und die Verhinderung der weiteren Überfischung. Ein weiterer wichtiger Punkt ist außerdem die Reduktion von Schadstoffausstößen, um eine weitere Erwärmung der Weltmeere zu verhindern.

Quelle: BUND, Bild: thinkstock- purestock, Text:  Ronja Kieffer