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Das Müllsammelschiff Seekuh wurde jetzt für den Bundespreis ecodesign 2016 nominiert.
Maritime Müllabfuhr

Die Seekuh sammelt Plastikmüll

Plastikmüll zählt zu den drängendsten Umweltproblemen der Meere und Ozeane. Spezialschiffe fischen die Bedrohung für Natur und Tiere aus dem Wasser, um sie anschließend wiederzuverwerten. Das Müllsammelschiff Seekuh wurde jetzt für den Bundespreis ecodesign 2016 nominiert.

Wenn sich nichts ändert, dann werden im Jahr 2015 mehr Plastikteile als Fische in den Weltmeeren schwimmen. Schon jetzt treiben weit mehr als 140 Millionen Tonnen Plastik in unseren Meeren und Ozeanen. Jedes Jahr kommen noch einmal 8 Millionen weitere Tonnen hinzu. Eine Entwicklung, die immer mehr Menschen als die größte Umweltbelastung der Weltmeere überhaupt erkennen. Sie trägt nicht nur dazu bei, dass immer mehr Tiere elendig an dem Plastikmüll verenden, weil sie ihn für Nahrung halten oder sich darin verfangen – der Plastikmüll belastet den Ozean als gesamtes Ökosystem und fällt damit am Ende auch auf uns Menschen zurück. Im Bereich der „maritimen Müllabfuhr“ werden daher Spezialschiffe eingesetzt, die den Müll aufsammeln und wiederverwerten. Dieses Engagement wird jetzt honoriert.

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Diese Seekuh sammelt Plastikmüll

Das Müllsammelschiff „Seekuh“ der Münchner Umweltorganisation One Earth – One Ocean e.V. wurde neben 26 weiteren Projekten für den Bundespreis ecodesign 2016 nominiert, der jährlich vom Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt verliehen wird. Mit dem Preis sollen innovative Produkte, Dienstleistungen und Projekte ausgezeichnet werden, die sich auf herausragende Weise ökologisch engagieren, einen innovativen Ansatz verfolgen und darüber hinaus hohe Designqualität vorweisen. Als erstes seetaugliches Forschungs-, Reinigungs- und Aufklärungsschiff kann die Seekuh nicht nur Müllsammeln, sondern auch Wasseranalysen vornehmen. Sie kommt in küstennahen Regionen und Flussmündungen zum Einsatz, wo sie bis zu einer Tiefe von zwei Metern Plastikmüll aus dem Wasser fischt. Dabei fährt sie nur Schrittgeschwindigkeit, um keine Lebewesen zu verletzen. Auf diese Weise können täglich mehrmals 2-3 Tonnen Plastikmüll gesammelt werden – in Zukunft sogar auf hoher See autark durch Wind- und Sonnenenergie. Damit ist ein weiterer Schritt getan, um auf die schwerwiegende Problematik rund um das Thema Plastikmüll aufmerksam zu machen!

Quellen: One Earth – One Ocean e.V., Bild: One Earth – One Ocean e.V., Text:  ib