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Gefährliche Nebenwirkungen von Energiedrinks
Petition für Altersgrenze

Energydrinks können tödlich sein

Sie können Herzrhythmusstörungen, Krampfanfälle und Nierenversagen mit Todesfolge auslösen – Lettland hat deswegen beschlossen, dass Energydrinks bald nur noch an Erwachsene verkauft werden dürfen. Auch in Deutschland wird eine Altersgrenze gefordert, doch die Politiker lehnen solche Maßnahmen bisher ab.

Mediziner und andere Wissenschaftler warnen schon seit vielen Jahren vor den Risiken von Red Bull, Monster und Co. Die aufputschenden Getränke werden mit zahlreichen gesundheitlichen Folgen in Verbindung gebracht: von Herzrhythmusstörungen über Krampfanfälle und Nierenversagen bis hin zu Todesfällen. Vor allem bei jungen Menschen sind Energydrinks wegen ihres süßen Geschmacks und geschickten Marketings beliebt. Zwar konsumiert laut einer Studie der Europäischen Lebensmittelbehörde auch jeder dritte Erwachsene regelmäßig Energydrinks, doch wählen Erwachsene häufiger stark koffeinhaltigen Kaffee, dessen Geschmack Kinder und Jugendliche meist abschreckt. Das Ergebnis: 68 Prozent der Jugendlichen trinken regelmäßig die süßen Aufputschgetränke.

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Litauen und Lettland verbieten Verkauf an Minderjährige

Vor dem Mathe-Test noch mal schnell einen Energydrink trinken? Zumindest in Lettland ist damit ab dem 1. Juni 2016 für Minderjährige Schluss. Nach Litauen ist Lettland der zweite Staat in der EU, der eine Altersgrenze für die umstrittenen Getränke einführt. Auch in Deutschland werden die Stimmen nach einer solchen Altersgrenze lauter. Foodwatch, die Gesellschaft der Europäischen Kinderkardiologen, Experten der WHO, der Verbraucherzentrale und Verbraucherschutzpolitiker vo n SPD und Grünen fordern schon seit geraumer Zeit ein Verbot für den Verkauf der umstrittenen Wachmacher an Kinder und Jugendliche.

Aufklärungskampagne statt konkreter Maßnahmen

Bundesernährungsminister Christian Schmidt und sein Ministerium lehnen regulative Maßnahmen hierzulande jedoch bislang ab. Stattdessen, so das Ministerium, werde im Herbst eine steuerfinanzierte, circa 100.000 Euro teure Aufklärungskampagne stattfinden, die auf die Risiken von Energydrinks aufmerksam machen soll. Doch reicht das?

Hier finden Sie eine Petition an Bundesernährungsminister Schmidt.

Quelle: Ecopressblog; Bilder: depositphots/Tadeas; Autor: kle