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Streuobstwiese
Streuobstwiesen erhalten

Streuobstwiesen müssen erhalten werden

Um den Rückgang der biologischen Vielfalt zu verhindern, ist der Erhalt von Lebensräumen für Tiere und Pflanzen extrem wichtig. Streuobstwiesen sind solche Lebensräume, die es zu schützen gilt. Das beinhaltet die Pflege alter und die Anlage neuer Bestände.

Mehr als 5000 Tier- und Pflanzenarten leben in Streuobstwiesen. Keine Frage also, dass diese maßgeblich zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen und dass ihr Rückgang problematisch für die Biodiversität ist. Deshalb müssen zum einen in bestehenden Obstwiesen Bäume nachgepflanzt und zum anderen neue Streuobstwiesen angelegt werden.

Kooperation zum Erhalt von Lebensräumen

In Nordrhein-Westfalen haben Umweltministerium sowie Landwirtschafts- und Naturschutzverbände eine Kooperation geschlossen, um genau diese Maßnahmen in Zukunft verstärkt und mit gemeinsamen Kräften umsetzen zu können. Es ist das erste Mal, dass in Deutschland Landwirtschaft und Naturschutz für den dauerhaften Erhalt der Streuobstwiesen zusammenarbeiten. Die Vereinbarung beinhaltet neben den bereits genannten Maßnahmen auch die Pflege der Bäume sowie die Nutzung ihres Obstes, etwa für regional erzeugte Apfelsäfte.

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Das Umweltministerium unterstützt die Kooperation ohne Einschränkungen. Bereits vorher wurden die Anlage von Streuobstwiesen und die Pflege von alten Obstbäumen finanziell vom Land unterstützt.  Streuobstwiesen stellen eine traditionelle Form des Obstbaus dar, die noch bis ins 20. Jahrhundert hinein große Bedeutung hatte. Mit der Intensivierung der Landwirtschaft ging dann seit den 1950er Jahren allerdings eine starke Dezimierung der Streuobstwiesen einher, sodass sie heute zu den am stärksten gefährdeten Biotopen Mitteleuropas zählen. Ihr Schutz ist daher enorm wichtig für den Erhalt der biologischen Vielfalt, die weltweit bedroht ist.

Quellen: MKULNV, Bild: Depositphotos/diadis, Text: Ronja Kieffer