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Nachhaltigleben

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Grünfink in Gefahr, Haussperling häufigster Wintervogel

Bei der Stunde der Wintervögel konnte ermittelt werden, dass der Haussperling Deutschlands häufigster Wintervogel ist. Der Grünfinkbestand in Deutschland lässt jedoch besorgniserregend nach.

Deutschlands größte Mitmachaktion  „Die Stunde der Wintervögel” war auch in diesem Jahr erfolgreich: 73.000 Menschen beteiligten sich an der Vogelzählung des NABU und des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern (LBV). Insgesamt wurden mehr als 1,9 Millionen Vögel in über 51.000 Gärten gemeldet. Experten des NABU können anhand der Ergebnisse, Werte bzgl. Vorkommen und Bestand zwischen Arten und Regionen vergleichen. Die Zählung konnte ermitteln, dass der Haussperling Deutschlands häufigster Wintervogel ist. Den zweiten Platz belegte der Vorjahressieger, die Kohlmeise. Auf den Plätzen drei bis fünf folgen der Feldsperling, die Blaumeise und die Amsel. Bei der Zählung konnte außerdem ermittelt werden, dass der Grünfink in Gefahr ist, denn insgesamt wurden 31 Prozent weniger Grünfinken gesichtet. Insgesamt wurden in diesem Jahr aber auch allgemein weniger Vögel pro Garten gemeldet. NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann erklärt: „Diese Ergebnisse bedeuten aber noch lange nicht, dass die Vogelbestände in unseren Dörfern und Städten grundsätzlich abnehmen. Dass wir in diesem Jahr die meisten Arten nicht so häufig sehen konnten, liegt an dem bis zur Zählung sehr milden Winter. Dank Schneemangels finden Meisen, Finken und Co. weiterhin auch außerhalb unserer Gärten genug Nahrung. Auch das Winterwetter im Norden und Osten Europas spielt eine wichtige Rolle: Gibt es dort noch genug Nahrung, bekommen unsere Gartenvögel viel weniger Zuzug von Verwandten aus diesen kalten Regionen."

Quelle: NABU
Text: Kristina Reiß

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