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Tierschutz in Syrien: Dr. Mohamad Youssef kümmert sich um verletzte und kranke Tiere
Tierschutz in Syrien

Dieser Mann rettet Aleppos Tiere

Die Folgen des syrischen Bürgerkriegs sind nicht nur für die Menschen, sondern auch für die Tiere katastrophal. In Aleppo sind viele zurückgelassene Tiere von Geflüchteten obdachlos, verletzt und erkrankt. Doch es gibt einen Lichtblick: den syrischen Tierarzt Dr. Youssef.

Die Einstellung von Dr. Mohamad Youssef wurde durch die Welttierschutzgesellschaft (WTG) und die Organisation „Il Gattaro d’Aleppo“ ermöglicht. Die Welttierschutzgesellschaft kommt für das Gehalt des syrischen Tierarztes auf und übernimmt die Kosten für jegliche Medikamente, mit denen die Tiere in Aleppo derzeit versorgt werden. 

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Ein fordernder Job mit großen Risiken

Dr. Youssef ist seit September in Aleppo aktiv und hat bereits mehr als 130 hilfsbedürftige Tiere in den letzten Wochen behandelt. Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem die Versorgung von Wunden, das Verabreichen von Vitaminen und Anti-Parasitenmitteln sowie Impfungen und Kastrationen. Er versorgt eine Vielzahl in Not geratener Tiere auf der Straße, was aufgrund der kritischen Sicherheitslage vor Ort mit einem großen persönlichen Risiko verbunden ist. Auch um Nutztiere wie Kühe und Schafe kümmert sich der syrische Tierarzt.  

Wertvoller Einsatz der Welttierschutzgesellschaft 

Die Welttierschutzgesellschaft setzt sich dafür ein, dass die Tiere in Aleppo trotz schwieriger Bedingungen ihre nötige Grundversorgung erhalten. Tierärztin Daniela Schrudde, Fachliche Leiterin für Tierschutzarbeit, erklärt: „Die Möglichkeiten vor Ort sind immer noch stark eingeschränkt. Wir hoffen aber, dass wir mit dieser Arbeit eine Grundlage für die Zeit legen können, wenn die Kampfhandlungen in Aleppo und Umgebung endlich ein Ende haben.“

Quelle: Welttierschutzgesellschaft (WTG), Bild: Il Gataro d'Aleppo, Text: red