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Vermehrtes Grünfink-Sterben in Deutschland

Beim NABU gehen seit diesem Sommer wieder vermehrt Meldungen zu erkrankten oder toten Grünfinken ein. In einigen Gebieten Deutschlands ist das Vogelsterben sehr groß. Erfahren Sie mehr über die Infizierungsquelle und was Sie dagegen tun können.

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Grübfinken sind diesen Sommer wieder sher bedroht. Bei Anzeichen von Krankheit bitte Sommerfütterung einstellen und Vogeltränken entfernen iStockphoto/ Thinkstock

Vor allem aus dem südlichen Bayern und Baden-Württemberg sowie aus Nordrhein-Westfalen, dem westlichen Niedersachsen und aus dem Raum Berlin sind seit Juli viele erkrankte oder tote Vögel gemeldet worden. In allen Fällen wird von apathisch wirkenden oder bereits verendeten Grünfinken, in seltenen Fällen auch von anderen Arten, stets in der Nähe von Futterstellen berichtet.

Es ist davon auszugehen, dass die gemeldeten Grünfinken mit dem einzelligen Erreger „Trichomonas gallinae“ infiziert sind. Im Sommer 2009 trat erstmals in größeren Teilen Deutschlands eine Infektion von Finken auf. Nach Schätzungen des NABU starben 2009 etwa 70 bis 80.000 Grünfinken an der für diese Art tödlichen Krankheit.

Als Trichomonaden-Infektionsquelle kommt neben dem direkten Kontakt der Tiere untereinander vor allem Trinkwasser an Futterstellen in Frage, in dem der Erreger bei sommerlich warmen Temperaturen bis zu 24 Stunden überleben kann. Vor diesem Hintergrund rät der NABU dringend, das Füttern sofort bis zum nächsten Winter einzustellen und alle Vogeltränken zu entfernen.

Quelle: NABU / Text: Christina Jung

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