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Lebensmittelabfälle reduzieren
Essen in Hessen

Projekt für weniger Lebensmittelabfälle

Während immer mehr Menschen zuhause darauf achten, ihre Lebensmittelabfälle zu reduzieren, ist der Umgang mit Lebensmitteln in Kantinen nach wie vor problematisch: 35 Prozent der Lebensmittel landen hier in der Mülltonne. Ein neues Projekt in Hessen will dieses Problem angehen.

Nach wie vor werden viel zu viele Lebensmittel weggeworfen, zum Beispiel wegen schlechter Planung oder falscher Lagerung. Während immer mehr Menschen zuhause darauf achten, möglichst wenig Lebensmittelabfälle entstehen zu lassen, kann man den Umgang mit Lebensmitteln in Kantinen nicht gerade als ressourcenschonend bezeichnen: 35 Prozent der Lebensmittel landen hier im Abfall. Besonders problematisch ist, dass durch zunehmende Mobilität und die Einrichtung von Ganztagsschulen immer mehr Menschen in Kantinen und Mensen essen und so auch immer mehr Lebensmittelreste anfallen.

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Analyse der Abfallzusammensetzung und Ursachen

Als Teil seiner Ressourcenschutzstrategie hat das Bundesland Hessen jetzt das Modellprojekt „Essen in Hessen“ auf den Weg gebracht, das Caterer, Küchen und Kantinen in die Thematik Ressourcen und Ernährung einbezieht. Im Rahmen des Projekts, das das Hessische Umweltministerium bis November 2018 mit 110.000 Euro fördert, werden die Abfallzusammensetzung und die Ursachen analysiert und die Ergebnisse digital erfasst. Anschließend werden Vorschläge zur Reduzierung des Abfalls erarbeitet, die mit den Menülinien und Rezepturen der Betriebe kombiniert werden.

In die Optimierung des Umgangs mit Lebensmitteln in Großküchen und Kantinen fließen neben ökologischen Parametern auch die Wirtschaftlichkeit und die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ein. Saisonale und regionale Produkte sollen stärker in den Fokus gerückt werden, wodurch die Umwelt geschont und die Wirtschaft an den jeweiligen Standorten gefördert wird. Die Handlungsleitfäden und Beispiele guter fachlicher Praxis, die im Rahmen des Projektes entstehen, sollen wiederum anderen Unternehmen dabei helfen, ihre Angebote zu optimieren.

Quelle: Hessisches Umweltministerium; Bilder: Depositphotos/nito103; Autor: kle