Toyota gewinnt im Ranking der grünsten Unternehmen.

Kein anderes Unternehmen weltweit ist laut «Best Global Green Brands» so «grün» wie Toyota.

Nachhaltigkeits-Hitparade der Grünen Unternehmen

Grüne Unternehmensführung ist im Kommen. Beim internationalen Ranking der «Best Global Green Brands» erreichte der Autohersteller Toyota den heiß begehrten ersten Platz. Auf den Rängen zwei und drei folgten 3M und Siemens.

Nachhaltiges, unternehmerisches Handeln, umweltbewusstes Engagement und das Umsetzen «grüner» Programme in der Organisation sind Indikatoren dafür, warum die Unternehmen Spitzenplätze erreichen konnten. ecowoman.de beleuchtet die Gewinner und den renommierten Wettbewerb.

Toyota ist das führende Beispiel dafür, dass nachhaltiges Wirtschaften zum Kern der Unternehmensstrategie gehört und die öffentliche Aufklärung bzw. der Dialog darüber von Bedeutung ist. So lautet eines der zentralen Ergebnisse der «Best Global Studie» von Interbrands, auf der das weltweite Brand-Ranking basiert. Die wertvollsten Marken wurden dabei hinsichtlich zweier Komponenten untersucht und bewertet: 1. Wie «grün» nehmen die Verbraucher die Marke wahr? 2. Wie verhält sich das Unternehmen in der Realität, also wie umweltbewusst ist die Marke tatsächlich in ihren alltäglichen Aktionen? Weitere markante Ergebnisse: Die im Ranking weit vorn platzierten Unternehmen zeichnen sich durch «grüne» Aktivitäten aus und es ist ihnen gelungen, nachhaltiges Unternehmertum in ihrer Organisation zu etablieren. «Wir sind davon überzeugt, dass die stärksten ‚grünen’ Marken eine große Schnittmenge zwischen tatsächlicher grüner Unternehmensführung und der Wahrnehmung der grünen Aktivitäten durch den Verbraucher aufweisen», erklärt Jez Frampton, Global Chief Executive Officer von Interbrand und fügt hinzu: «Diese Marken zeichnen sich vor allem durch ihre Fähigkeit aus, eine starke Bindung zu ihren Kunden aufzubauen, sozusagen als Ergebnis aus für die Kunden nachvollziehbaren und glaubwürdigen nachhaltigen Aktivitäten.»

Anzeige

Allianz Nummer 1 bei Finanzdienstleistern

Interbrand hat bei der Erhebung der Studie für jede Marke die Wahrnehmung der Verbraucher hinterfragt und ausgewertet. Die Befragungen wurden in den zehn größten Märkten durchgeführt, nämlich USA, Japan, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Brasilien, Spanien und Indien. «Aus deutscher Sicht ist das Ranking sehr erfreulich», meint Cassidy Morgan, CEO von Interbrand and Eastern Europe. «Deutschland stellt insgesamt sieben der 50 stärksten Marken.» So konnte die Allianz den Spitzenplatz bei den Finanzdienstleistungen erzielen. Noch mal Cassidy Morgan: «Die deutschen Firmen zeigen, dass ‚Grün sein’ in Deutschland mehr und mehr zum Alltag gehört.»

Bei Toyota stehen Ampeln auf Grün

Der Autokonzern Toyota punktete vor allem mit seiner starken Emissionsreduzierung im gesamten Produktions- und Handelsprozess, durch seine Hybridtechnologie sowie durch die Unterstützung zahlreicher Umweltprojekte. Außerdem stach die positive öffentliche Wahrnehmung hervor. Besonders erwähnenswert ist die Übereinstimmung der beiden Kriterien Unternehmensführung und öffentliche Wahrnehmung. Die transparente Kommunikation dieser Pluspunkte sorgt für eine starke Kundenbindung.

3M mit Umweltrichtlinien und Umweltprogramm

Bei 3M gibt es zwischen öffentlicher Wahrnehmung und tatsächlicher Umsetzung kaum einen Unterschied. Das überdurchschnittliche gesellschaftliche Engagement des Unternehmens sowie die erfolgreiche Erforschung und Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen in Klebstoff-, Faser- und Folienprodukten waren ebenso Indizien für die Top-Platzierung des Unternehmens. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Fähigkeit von 3M, Umweltleistung erfolgreich mit ökonomischer Leistung zu verknüpfen. Bereits 1975 formulierte das Unternehmen seine ersten Umweltrichtlinien und führte im selben Jahr mit 3P («Pollution Prevention Pays» oder «Umweltschutz zahlt sich aus») ein Umweltprogramm ein, das mit dem Umweltschutzpreis der Vereinten Nationen ausgezeichnet wurde. So konnte 3M beispielsweise seine Treibhausgas-Emissionen von 1990 bis 2010 um 73 Prozent reduzieren. Bis 2015 sollen der Energieverbrauch um ein Viertel und Luftemissionen sowie Abfallaufkommen weltweit um weitere 15 beziehungsweise 10 Prozent gesenkt werden.

Der Trend hin zu grünen Impulsen in den Unternehmen nimmt zu. Nachhaltigkeit und umweltbewusstes Handeln im Einklang mit Natur und Mensch sind für immer mehr Unternehmen keine Fremdworte mehr, sondern werden langsam, aber sich zu Selbstverständlichkeiten.


Ekkardt Sensendorf: «Nachhaltigkeit gehört zu Toyotas Philosophie.»

«Unseren Mitarbeitern liegt Nachhaltigkeit am Herzen», so Ekkardt Sensendorf, PR-Manager von Toyota Deutschland.

Im Gespräch mit Ekkardt Sensendorf, Mangager Corporate PR Toyota Deutschland über Nachhaltigkeit, Kommunikation und grüne Strategien bei Toyota, dem Erstplatzierten beim Best Global Green Brands.

Was waren die Hauptkriterien mit denen Toyota bei Best Global Green Brandes gewonnen hat?

In der Studie hatte die Markenberatung Interbrand Konsumenten aus den zehn größten Märkten weltweit nach ihrer Wahrnehmung von „grünen Aktivitäten“ der verschiedenen Marken befragt. Diese Bewertung wurde ergänzt durch Fakten und Unternehmensangaben, die aus öffentlich verfügbaren Daten gewonnen wurden. Maßgeblich für die gute Bewertung ist zum einen die nachhaltige Unternehmensführung, mit der sich Toyota von den anderen Marken deutlich abhebt. Hier konnten wir insbesondere mit starken Emissionsreduzierungen im gesamten Produktions- und Handelsprozess, durch unsere Hybridtechnologie sowie durch die Unterstützung zahlreicher Umweltprojekte punkten. Zum anderen wurde die positive öffentliche Wahrnehmung gewürdigt. Die befragten Kunden verbinden mit Toyota «grüne Aktivitäten». Entscheidend für die Spitzenbewertung war die große Übereinstimmung der beiden Kriterien «Fakten der Unternehmensführung» und «öffentliches Image». Die transparente Kommunikation dieser großen Schnittmenge ermöglicht es Toyota, eine starke Kundenbindung aufzubauen.

Anzeige

Details zu der Studie finden Sie unter interbrand.com

Topwerte erzielte Toyota auch bei zwei weiteren wichtigen Studien:

In der VCD Auto-Umweltliste 2011/2012 ist die Marke gleich mit drei Modellen unter den Top Ten vertreten: Platz zwei belegt der Prius Hybrid, dicht gefolgt vom iQ 1.0 VVT-i und dem Auris Hybrid. Besonders erfreulich: Platz eins geht mit dem Lexus CT 200h an ein weiteres Produkt aus dem Konzern. Alle Modelle erreichten Bestwerte bei Verbrauch, CO2- und Schadstoffausstoß pro gefahrenen Kilometer sowie bei der Lärmentwicklung.

Hier finden Sie die Ergebnisse der Studie im Detail: vcd.org

Auch die Aral Studie 2011 bestätigt die Spitzenposition. Autokunden bewerteten darin Toyota als besonders umweltfreundlich. Auf die Frage «Welche Automarken sind Ihrer Meinung nach umweltfreundlich?» nannten 40 Prozent Toyota, das entspricht 13 Prozentpunkten Zuwachs gegenüber der letzten, im Jahr 2009 durchgeführten Umfrage.

Details zur Studie finden Sie hier:aral.de

Wie wichtig ist für Toyota das Thema Nachhaltigkeit?

Eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts ist die Sicherung der Mobilität bei gleichzeitiger Sicherung einer lebenswerten Umwelt. Toyota nimmt diese Herausforderung ernst. 1992 hat Toyota in der «Toyota Earth Charter» das Ziel formuliert, Ökologie und Ökonomie miteinander zu verbinden und arbeitet bereits seit den 1990er Jahren erfolgreich an einer umweltverträglich gestalteten Mobilität.

Das Thema Nachhaltigkeit steht traditionell im Zentrum der Toyota-Philosophie der kontinuierlichen Verbesserung des Bestehenden (Kaizen). Nachhaltigkeit zieht sich durch den gesamten Planungs- und Produktionsprozess sowie den Lebenszyklus der Automobile. Dazu gehören Bau, Ausstattung und Betrieb der Produktionsstätten, die Wahl der Zulieferbetriebe und die Entwicklung alternativer Antriebe, die Vertriebsstrukturen und die Wiederverwertung am Ende der Betriebszeit eines Automobils. Natürlich wird Nachhaltigkeit auch in der Verwaltung und bei den Mitarbeitern groß geschrieben. Ziel ist es, die Bedürfnisse der Kunden mit denen der Umwelt in Einklang zu bringen und dem langfristigen Ziel «Null Emission» stetig näher zu kommen.

Näheres zum Thema Nachhaltigkeit...

 

Wird es von der Führungsspitze aus gelebt?

Der «Toyota Weg» ist eine ganzheitlicher Ansatz, der sich von der Führungsspitze durch alle Unternehmensbereiche zieht und im Kern der Toyota Unternehmensphilosophie steht.

Welche Umweltprojekte unterstützt Toyota?

Toyota Deutschland unterstützt folgende Umweltprojekte:

Ferner können kleinerer Einzelprojekte, vor allem im Bereich Natur- und Umwelterziehung, über die Toyota-Stiftung gefördert werden. Diese werden von den Toyota-Mitarbeitern vorgeschlagen.

 

Infos zu europaweiten Projekte finden Sie bei der Stiftung «Toyota fund for Europe» und zu weltweiten Projekten hier: toyota-global.com

Sie kommunizieren sehr transparent. Wie reagieren die Kunden darauf?

Transparente Kommunikation schafft eine solide Vertrauensbasis. Das wissen und schätzen Toyota-Kunden.

Was bedeutet Nachhaltigkeit im Umgang mit den Mitarbeitern?

Auch bei den Mitarbeitern wird Nachhaltigkeit groß geschrieben. Es gibt jährlich eine «Green Month Campaign», einen «grünen Monat», in dem Mitarbeiter Vorschläge für Verbesserungen im Bereich der Nachhaltigkeit zur Verringerung von Energie- und Ressourcenverbrauch am Arbeitsplatz und im privaten Bereich vorschlagen können, die dann von Toyota umgesetzt werden.

Welche nachhaltigen Projekte planen Sie?

Bei dieser Frage verweise ich auf die Nachhaltigkeitsberichte für Toyota Europe (deutsche Kurzfassung) und für die Toyota Motor Corporation.

Welche Rolle spielen neue alternative Antriebstechniken bei Toyota?

Angesichts der Herausforderungen wie begrenzte fossile Brennstoffe, Klimawandel und Luftverschmutzung investiert Toyota bereits seit vielen Jahren in die Entwicklung von Antrieben, die verschiedene Energieträger wie Elektrizität, Benzin, Diesel oder alternative Kraftstoffe nutzen. Durch die Kombination dieser verschiedenen Energieträger mittels der Hybridtechnologie steigt die Effizienz. Mit dieser Technologie bietet Toyota für die Kunden und die Umwelt die innovativste Lösung an. Toyota arbeitet auch zukünftig weiter an der Steigerung der Leistungsfähigkeit benzinelektrischer Hybrid-Fahrzeuge sowie an der kontinuierlichen Senkung des Verbrauchs von Benzinmotoren und der Emissionen von Dieselmotoren. 2012 wird Toyota die ersten Plug-in Hybrid-Elektrofahrzeuge (PHEV) einführen, die alle Vorteile heutiger Hybrid-Fahrzeuge mit denen von Elektrofahrzeugen kombinieren. Mittelfristig setzt Toyota auf den Einsatz alternativer Kraftstoffe wie Wasserstoff und Bio-Kraftstoffe sowie effizienterer Batterien für Elektroantriebe.

Text: Ulrike Rensch