Teilen statt Besitzen

Teilen statt Besitzen: Bestenliste der Sharing-Modelle

Ob Fotos, Videos, Autos oder sogar die Wohnung - Teilen liegt voll im Trend. Denn das Internet macht es so einfach wie möglich, digitale Inhalte und Erfahrungen unkompliziert zu teilen. Die Sharing Economy wächst und längst gibt es weit mehr Modelle als Auto-Sharing und Co. Die innovativsten Anbieter dieser Zukunfts-Branche.

Eine repräsentative Umfrage des Hightech-Verbands BITKOM belegt, 83 Prozent aller Internetnutzer in Deutschland teilen online digitale Inhalte, die sie selbst erstellt oder im Web gefunden haben. Davon nutzen bereits 17 Prozent Angebote um auch materielle Dinge, wie Autos, Werkzeuge oder ihre Wohnung mit Hilfe des Internets zu teilen bzw. zu tauschen. Das entspricht rund neun Millionen Personen.

Was für Wohnungen funktioniert, lässt sich auch auf Essen, Parkplätze und Konsumartikel des täglichen Bedarfs anwenden. Eine Übersicht über die innovativsten Sharing-Modelle:

Auto-Sharing

Mobilität mit Synergien:

Autos stehen in Großstädten die meiste Zeit an einem Ort: dem Parkplatz. Hier setzen Carsharing-Modelle wie DriveNow, Bahntochter Flinkster oder ZebraMobil an. Wer einfach nur einen Fahrer oder Mitfahrer sucht, wird bei Mitfahrgelegenheit.de oder bei Flinc.org fündig. Wer dagegen lieber selbst hinter dem Steuer sitzt, findet in seiner Nachbarschaft Autos privater User über das Portal tamyca.de. Diejenigen, die ihr Auto gerne zeitweise tauschen wollen, finden Angebote bei der Plattform mit dem aussagekräftigen Namen TauschDeinAuto.com. Parkplätze sind in Metropolen bekannterweise ebenfalls Mangelware. Abhilfe will zum Beispiel sharedparking.de schaffen.

Foodsharing

Teile das täglich Brot:

Jedes Jahr werden in Deutschland Lebensmittel weggeworfen. Das Online-Portal Foodsharing.de möchte dem entgegen wirken, indem Lebensmittel vor dem Verfall an soziale Einrichtungen oder andere Personen abgegeben werden. Die Mitesszentrale.de sorgt darüber hinaus für den sozialen Mehrwert und bringt Köche aus Leidenschaft mit Menschen zusammen, die an deren Talent teilhaben wollen. 

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Konsum_Sharing

Besitz verdoppelt durch Konsumgüter-Teilung:

Was für Essen und Parkplätze funktioniert, lässt sich auch auf die Konsumartikel des täglichen Bedarfs anwenden. Frents.com versteht sich beispielsweise als Tauschbörse innerhalb der Nachbarschaft. Auf diese Weise kommt man auf Zeit zu DVDs, Gartengeräten oder anderen nützlichen Gegenständen. Praktisch sind auch die Angebote auf leihdirwas.de. Hier lassen sich Dinge leihen, die nur punktuell benötigt werden – darunter Partyzubehör fürs Gartenfest oder eine Camping-Ausrüstung für den nächsten Urlaub. Auch abstrakte Güter wie Dienstleistungen lassen sich tauschen und damit der Nutzen für den Einzelnen maximieren. Bei Diensttausch.com kann ein User beispielsweise Gesangsunterricht anbieten und im Gegensatz dazu den Service einer Haushaltskraft in Anspruch nehmen. 

AccessoiresSharing

Passend gestylt zum kleinen Preis:

Zu einer feierlichen Gala ist man nicht jeden Abend eingeladen. Warum sollte man sich also eine feine Robe zum astronomischen Preis kaufen? Hier setzt das Angebot von Prêt-à-Louer (pretalouer.de) an – zu Deutsch „Bereit zum Leihen“. Elegante Kleidungsstücke lassen sich hier günstig auf Zeit erwerben, anstatt sie teuer zu kaufen. Die passende Handtasche zum Outfit gibt es unter anderem bei runawaybag.de – hier lässt sich das entsprechende Accessoire kaufen, aber ebenso ersteigern oder leihen.

Wohnung-Sharing

Insider-Tipp fernab vom Massentourismus

Airbnb und Wimdu sind zentrale Internet-Plattformen für weltweite Unterkünfte aller Art. Die Portale verfügen weltweit über zahlreiche individuelle Unterkünfte in mehr als 100 Ländern. Die Bandbreite reicht von Stadtwohnungen bis hin zu Domizilen in Strand- und Ferienregionen – auch kuriose Unterkünfte wie Baumhäuser, Höhlen oder Flugzeuge sind im Portfolio. Eine echte – und nachhaltige - Alternative zum Hotel. Neben einem durchschnittlich 30 Prozent günstigeren Übernachtungspreis im Vergleich zum Hotel, erhält der Gast in einer Privatwohnung noch das besondere Extra an Authentizität gratis hinzu. Der Reisende kann die Stadt wie ein Einheimischer erleben, erhält Insider-Tipps und lernt fremde Kulturen fernab von Massentourismus und Standardhotels kennen. Vermieter nutzen eine zusätzliche Einnahme-Quelle und können somit zum Beispiel ihren eigenen Urlaub refinanzieren.

Quelle: Wimdu / Introbild: iStockphoto/ Thinkstock
Text: Christina Jung