Trump macht Baustopp der Mega-Pipeline rückgängig
Bau der Dakota Riesen-Pipeline geht weiter

Trump macht Baustopp der Mega-Pipeline rückgängig!

Der Kampf der Sioux-Indianer gegen den Bau der Ölpipeline in North Dakota, USA geht weiter. Kaum ist Trump Präsident der Vereinigten Staaten, macht er den Weg für den Bau der Mega-Pipeline, den sein Vorgänger Obama gestoppt hat, wieder frei. Und die Welt schaut fassungslos zu. Hilf jetzt mit und drehe Trump den Geldhahn zu!

Die Proteste gegen den Bau der Ölpipeline zählen schon jetzt zu einer der größten Umweltbewegungen der Geschichte. Nach langem Kampf der Sioux-Indianer und tausenden Umweltaktivisten, rief Barack Obama im vergangenen Jahr den Baustopp der riesigen Ölpipeline im Norden der USA aus. Doch kaum ist sein Nachfolger im Amt, ließ der als „faktenschaffender Präsident“ den Baustopp wieder außer Kraft setzen. Trump – für den der Klimawandel nur eine „chinesische Erfindung“ ist – war selbst an der Firma beteiligt, die die Pipeline baut.

Demo: Stop Dakota Access Pipeline

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Große Gefahr für die Umwelt

Die geplante Ölpipeline soll 500.000 Barrel Öl über tausende Fracking-Bohrstellen von North über South Dakota, Iowa nach Illinois durch die heiligen Stätten der Ureinwohner befördern und die USA damit unabhängig von Ölimporten machen. Das Projekt würde damit täglich so viele Klimagase verursachen wie 30 Kohlekraftwerke zusammen.

Würde die Pipeline einmal undicht werden und Öl in den Missouri River laufen, wäre zudem die Wasserversorgung von fast 17 Millionen Menschen gefährdet. Und diese Sorge ist nicht unberechtigt, da es in den letzten zwei Jahren allein in North Dakota fast 300 Öl-Unfälle mit Pipelines gab.

Obwohl die insgesamt 336 Reservate das Recht haben, sich selbst zu verwalten, haben die offiziell 2,9 Millionen Indianer in den großen Parteien der US-Regierung keine Unterstützung. Ganz im Gegenteil: Seit Monaten spielen sich traurige Szenen vor Ort ab, bei denen Sicherheitsleute brutal gegen die Demonstranten vorgehen.

Ölbohrung

Die geplante Ölpipeline soll 500.000 Barrel Öl über tausende Fracking-Bohrstellen von North Dakota nach Illinois durch die heiligen Stätten der Ureinwohner befördern.

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Geldhahn zudrehen

Die einzige Möglichkeit Trumps Vorhaben zu stoppen, ist, ihm den Geldhahn zuzudrehen. Die Bayerische Landesbank gehört zu den größten Kreditgebern der Dakota Access Pipeline und will diese mit 120 Millionen Dollar unterschützen. Doch Hand in Hand mit Trump gegen den Klima- und Umweltschutz droht der Bank ein großes Imageproblem.

Einige Geldgeber der Riesen-Pipeline überlegen bereits wieder aus dem Projekt auszusteigen – die große norwegische Bank DNB ist es bereits.

In zwei Wochen will auch die BayernLB entscheiden, ob sie an der Finanzierung für Trumps Ölpipeline festhält. Bereits übermorgen will die Bürgerbewegung „Campact“ ihr in München einen Eil-Appell überreichen, wenn sie bis dahin 100.000 Unterschriften gesammelt hat.

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Hier geht es zum Eil-Appell: Trumps Pipeline den Geldhahn zudrehen!

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Quellen: Campact, Bilder: Flickr/Karl-Ludwig Poggemann CC by 2.0, Fibonacci Blue CC by 2.0, Tim Evanson CC by SA 2.0, Text: Meike Riebe