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Marlene Sandberg: Von der Wirtschaft zu den Windeln
Ökowindeln von Eco by Naty So bleibt zarte Babyhaut plastikfrei

 

Marlene Sandberg

Marlene Sandberg

Marlene Sandberg: Von der Wirtschaft zu den Windeln

Marlene Sandberg, geboren 1960, war eigentlich als Wirtschaftsanwältin mit ihrer eigenen Stockholmer Kanzlei sehr erfolgreich, als sie in den frühen 1990er Jahren ihr zweites Kind erwartete und über einen lebensverändernden Artikel stolperte. Dieser machte sie auf die Müllberge aufmerksam, die durch den Gebrauch von Einwegwindel entstehen. Ein Baby produziert etwa eine Tonne Windelmüll, Standardwindeln bestehen zu 70 bis 80 Prozent aus Plastik und brauchen 500 Jahre, bis sie abgebaut sind. Nach der Geburt ihres zweiten Sohnes fand sie dann auf dem Markt keine nachhaltige Option und entschied sich auch gegen waschbare Windeln, die nicht immer eine umweltfreundlichere Option sind. Also begann sie, eine Alternative zu entwerfen. Die ersten Prototypen baute sie am heimischen Schreibtisch und testete sie an ihrem Sohn und den Kindern von Freunden.

Heute sind ihre beiden Söhne erwachsen und Sandberg hat sich als CEO von Naty AB inzwischen einen Namen als absolute Pionierin und fortlaufende Innovatorin gemacht. Ihren privaten Ausgleich findet sie in ihrer Leidenschaft für Architektur und Design sowie guten Büchern.


„Wir glauben, dass wir gemeinsam mit unseren Kunden einen echten Beitrag leisten können, um das Baby- und Damenhygiene-Segment umweltfreundlicher zu machen.“ - Naty DACH-Managerin Maria Behn

 

 

No nasty chemicals

 

Die Idee: 0 % Plastik auf der Haut

Sandberg gründete Naty AB im Jahr 1994 und investierte von Anfang an viel Zeit und Energie in die Forschung und Entwicklung einer möglichst umweltfreundlichen Einwegwindel. Dabei war es ihr vor allem wichtig, dass Preis und Performance ihrer Produkte mit den marktüblichen Standards mithalten können, damit Konsumenten keine Einschränkungen hinnehmen müssen. Auch wenn sie sich für die umweltfreundliche Variante entscheiden, liefert ihnen Naty einen preisgekrönter Trockenheits- und Auslaufschutz. Heute bestehen die High-Performance-Windeln aus weniger als 40 Prozent Plastik (im Vergleich zu 70 bis 80 Prozent bei herkömmlichen Windeln) und Naty bietet als einzigartiger Anbieter das Versprechen: „0 % Plastik auf der Haut“.

Naty agiert inzwischen auf über 30 Märkten weltweit und hat ein umfangreiches Portfolio aus umwelt- und hautschonenden Produkt-Sortimenten in der Baby- und Damenhygiene-Branche aufgebaut. Da Eltern heutzutage immer mehr darauf achten, ihre Kinder von ölbasierten Kunststoffen fernzuhalten, ist und bleibt das Unternehmensziel, eine zu 100 Prozent erneuerbare und kompostierbare Windel zu entwickeln. Damit stellt sich Naty ganz deutlich gegen den Branchentrend, der zu immer mehr Chemie und Plastik tendiert. Mit dieser nachhaltigen Philosophie ist Naty inzwischen führender Anbieter im umweltschonenden Segment.

 

Eco by Naty Windeln

 

Eco by Naty: So wird grün transparent

Die Windeln in den Größen 1 bis 6 sowie die Windelhöschen in den Größen 4 bis 6 von Eco by Naty setzen hauptsächlich auf biobasierte und natürliche Materialien wie Maisstärke. Für die Herstellung werden nur zertifizierte und nachwachsende Rohstoffe eingesetzt, daher bietet Naty auf dem deutschen Markt die einzige Windel ohne ölbasierte Plastik auf zarter Babyhaut. Auch die Verpackung besteht aus nachwachsenden Rohstoffen und ist kompostierbar. Zertifiziert wurden die Windeln inzwischen von zahlreichen angesehenen Stellen, wie zum Beispiel Ecocert COSMOS, FSC und dem Global Organic Textile Standard. Außerdem wurde Naty nach dem hohen „OK biobased“-Standard zertifiziert. Zuvor spielten solche Zertifizierungen auf dem Markt fast gar keine Rolle und viele Konkurrenten haben ihre plastikschweren Produkte irreführend als „grün“ gekennzeichnet – auf Kosten der Verbraucher.

Eco by Naty bietet inzwischen auch Feuchttücher (die innerhalb von zwölf Wochen kompostieren), Brust- und Stilleinlagen, Tampons und Binden sowie Hautpflegeprodukte. Alle Naty-Produkte sind frei von bedenklichen Chemikalien wie Alkohol, Chlor, Parabene, Phthalate oder Duftstoffe und minimieren so das Risiko für Allergien und Windelausschlag. Deswegen listet Naty auch mit gutem Gewissen alle Inhaltsstoffe auf der eigenen Website, obwohl es dafür bisher keine Vorschrift gibt. Zukünftig sollen die Angaben auch auf den Produkten zu finden sein, um den Käufern ihre Entscheidung zusätzlich zu erleichtern und den Markt transparenter zu machen. Die Naty-Produkte findet man im Einzelhandel, beispielsweise bei Alnatura, Globus, Tegut und vielen Biofachmärkten sowie im eigenen Online-Shop.

 

 

 

Quellen: Bilder: Eco by Naty