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Photovoltaikanlagen: Kosten und Ertrag der Stromproduktion

Was kostet eine Photovoltaik-Anlage? Wann rentiert sich die Ausgabe und was gilt es zu beachten? Wie ist sie gefördert und was ist die Vergütung von solarem Strom? Wie Sie am besten in die Anschaffung einer Photovoltaikanlage Ihr Geld investieren, erfahren Sie hier.

Infos zu Kosten für und Verdienst mit einer Photovoltaik-Anlage.

Mit einer Photovoltaik-Anlage investieren Sie nachhaltig, umweltbewusst und clever.

Kosten und Ausgaben für eine Photovoltaik-Anlage

Eine durchschnittliche Photovoltaik-Anlage für ein Einfamilienhaus ist etwa 40 m² groß und leistet 4.000 Kilowoattstunden im Jahr. Je nach Komponenten und Hersteller kostet heute eine Photovoltaik-Anlage dieser Größe zwischen 12.000 und 14.000 Euro. Die laufenden Kosten für Versicherungen, die Miete für den Stromzähler zur Einspeisung und eventuelle Rücklagen für kleinere Defekte summieren sich jährlich auf rund 240 bis 300 Euro. Die Photovoltaik-Anlage ist nach wie vor eine wertvolle Investition in die Zukunft. Heute installierte Solarmodule liefern über die gesamte Lebensdauer von mindestens 30 Jahren gratis Strom, der selbst verwendet oder natürlich verkauft werden kann.

Erfolg liegt im Detail

Wie bei allen Technologien sinken auch bei der Solarenergie die Preise, sobald die Produktionsmengen steigen. Im langjährigen Durchschnitt reduzierten sich die Kosten jährlich um rund 6 – 7%. Daher ist auch trotz sinkender Einspeisevergütungen die Rentabilität gesichert. Die Wahl der Komponenten bestimmen den Ertrag. So sind die Solarmodule genauso entscheidend für einen maximalen Ertrag, wie die gewählten Wechselrichter. Sie sind neben den Modulen die teuerste Investition in die Photovoltaik-Technik, aber vergleichen lohnt. Denn laut Fachmagazin Photon gibt es starke Unterschiede bei den Modellen. Es gibt Wechselrichter die bis zu 10 Prozent weniger leisten als andere. Das heißt: Die Energie entsteht auf dem Dach, wird aber nicht in netzfähigen Strom gewandelt. Laut einer Photon-Beispielrechnung machen schon 3 Prozent Leistungsverlust - Wirkungsgrad genannt - eine Mindereinnahme bei der Einspeisung von 1.200 Euro in 20 Jahren aus. Wichtig für den Vergleich: Nicht den Maximal-Wirkungsgrad betrachten, sondern den Europäischen Wirkungsgrad. Dieser errechnet sich aus verschiedenen Wetterbedingungen, die speziell für Europa ermittelt wurden. Auch ist auf eine optimale Leistung bei Teilverschattung zu achten.

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Stromkosten

Es ist nicht zu unterschätzen: Die Stromkosten steigen. Dadurch wird die Photovoltaik von Jahr zu Jahr attraktiver. Laut Informationen des unabhängigen Verbraucherportals verivox haben sich die Stormkosten seit dem Jahr 2000 um durchschnittlich 70 Prozent erhöht.



Eine Photovoltaik-Anlage liefert umweltfreundlichen Strom.

Eine Photovoltaik-Anlage ist schnell auf Ihrem Dach, der Garage oder Carport installiert.

Es ist Ihnen freigestellt ob Sie den Strom verkaufen oder selbst nutzen. Letzteres machen derzeit nur wenige private Stromproduzenten. Daher hat die Bundesregierung beschlossen, die Eigennutzung mit 22,76 Cent je Kilowattstunde zu vergüten. Hintergrund ist die in Deutschland festgeschriebene Einspeisevergütung gemäß des Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) von aktuell 39,14 Cent je KWh. Wer sich Anfang 2011 für eine Photovoltaik-Anlage entscheidet, bekommt für die nächsten 21 Jahre diese Vergütung garantiert. Doch: Die Vergütungspreise sinken allmählich.

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Die Stromversorger sind laut EEG zur Abnahme des Stroms aus Anlagen für Erneuerbare Energien verpflichtet und als vorrangig anzunehmen.

Finanzielle Unterstützung

Es gibt attraktive Förderangebote der BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle), der KfW und von verschiedenen Bundesländern. Gerade im März 2011 hat die KfW ein Förderprogramm ins Leben gerufen, das KfW-Programm 152, welches auch Einzelmaßnahmen zum energieeffizienten Sanieren fördert.

 

Photovoltaik-Anlagen nicht nur auf dem Dach schnell installiert.

Solaranlagen werden am besten schon bei der Planung eines Hauses eingeplant.

Solarstrom ist langfristig eine der wichtigsten Primärenergiequellen im globalen Energiemix. Die Photovoltaikindustrie ist weltweit verteilt, konzentriert sich jedoch in den westlichen Industriestaaten, in Japan und zunehmend auch in Indien und China. Der Wirtschaftsstandort Deutschland setzt viel auf Photovoltaik und einige weltweit sehr erfolgreiche Produzenten von Modulen und Zubehör haben hier ihren Ursprung. Mehr als 10.000 Firmen, darunter auch Zulieferer udn Handwerker, arbeiten in der Branche und erwirtschafteten 2008 mit über 85.000 Arbeitsplätzen mehr als 7 Milliarden Euro Umsatz. Nahezu die Hälfte generiert sich aus Exporten.

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Die Photovoltaik-Anlage bei der Arbeit

Unterhalt: Der größte Vorteil einer Photovoltaikanlage liegt darin, dass die Sonne für den «Kraftstoff» keine Rechnung stellt. Da zudem keine bewegten Teile vorhanden sind, ist ein verhältnismäßig geringer Unterhalt notwendig. Es lohnt sich, eine Photovoltaik-Anlage regelmäßig zu kontrollieren und durch einen Fachbetrieb warten zu lassen. Eine monatliche Ertragskontrolle hilft, Fehler frühzeitig zu erkennen und Ausfälle zu vermeiden. Je nach Umgebung der Anlage kann eine Reinigung der Module in gewissen Abständen nötig sein. Vogelkot sollte am besten gleich beseitigt werden.

Umweltfreundlichkeit

Wissenschaftlich anerkannte Studien belegen, dass die zur Produktion von Solarmodulen, respektive einer ganzen Photovoltaik-Anlage eingesetzte graue Energie in unseren Breiten nach weniger als drei Jahren zurückgewonnen ist. Bei einer Lebensdauer von mindestens 30 Jahren produziert eine Photovoltaik-Anlage in Deutschland rund zehn Mal soviel Energie, wie zu ihrer Herstellung benötigt wurde. Dieser Faktor, auch Erntefaktor genannt, hängt von verschiedenen Randbedingungen ab – von der eingesetzten Zellen-Technologie, vom Rahmenmaterial, von Ausrichtung und Standort der Anlage oder von der Dimensionierung. Mit der fortschreitenden Weiterentwicklung der Solartechnologie steigt auch der Erntefaktor weiter an. Schon heute ist die Ökobilanz von Solarstrom je nach Berechnungsmethode 4 bis 8 Mal besser als beim europäischen Strommix. Des Weiteren enthalten Siliziumzellen keine Giftstoffe. Recycling-Konzepte für Materialien der Solarmodule, wie Glas, Metalle oder die Siliziumzellen sind entwickelt und erprobt.

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Photovoltaik-Anlagen für jedermann

Um sich zu engagieren, muss nicht zwingend gebaut werden. Hauseigentümer, die nicht selbst investieren wollen, haben die Möglichkeit ihr Dach einem Anlagenbetreiber zu vermieten, der darauf die Anlage baut. Wer keine Dachflächen zu vergeben hat, sich jedoch an einer Photovoltaik-Anlage beteiligen möchte, kann sein Geld bei einem Anlagenbetreiber investieren. Dieser fasst mehrere Investitionen zusammen, um größere Anlagen auf geeigneten Gebäuden oder Freiflächen zu realisieren.

Beteiligung an einem Solarkraftwerk

In Deutschland gibt es eine Vielzahl von Genossenschaften und Kapitalgesellschaften, die Strom produzieren. Wer die Nutzung von Photovoltaik fördern will, kann sich daran beteiligen – mit der Zeichnung von Darlehen und dem Kauf von Aktien oder Anteilen. Das Vorgehen ermöglicht den Bau großer, professionell betriebener Anlagen, die effizient und kostengünstig produzieren. Der erzeugte Strom wird in vielen Fällen Gewinn bringend an eine Solarbörse verkauft. Eine Beteiligung ist daher nicht nur ein Beitrag an eine ökologische Energieversorgung, sondern auch eine interessante Geldanlage. Die Darlehen ergeben einen attraktiven Zins, die Aktien eine Dividende – eine mit reinem Gewissen.

Solarstrom im Abonnement

Viele Stromanbieter bieten, nicht erst seit Japan, ihren Kunden mittlerweile auch reinen oder mit anderen erneuerbaren Energiequellen gemischten Solarstrom an. Dadurch können auch Mieterinnen und Mieter umweltfreundliche Elektrizität nutzen. Die Kosten sind kalkulierbar und transparent.

Quelle: Swissolar und Solaranlagen-Portal