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Für mehr Energieeffizienz und weniger Umweltbelastung
Nachhaltigkeit im Hausbau

Für mehr Energieeffizienz und weniger Umweltbelastung

Raus aus der Wohnung und rein in die eigenen vier Wände: Viele Deutsche realisieren sich den Traum vom Haus. Dabei gewinnt das Thema Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung für zukünftige Hausherren. In Sachen Hausbau gibt es viele Möglichkeiten, für mehr Nachhaltigkeit zu sorgen. Doch was genau versteht man unter nachhaltigem Bauen und was gehört alles dazu?

Nachhaltiges Bauen: Was man darunter versteht und wie es bewertet wird

Der Ausdruck „nachhaltiges Bauen“ kursiert seit geraumer Zeit. Doch was bedeutet er eigentlich und was gehört zu einem nachhaltigen Hausbau dazu?

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Das macht nachhaltiges Bauen aus

Grundsätzlich geht es beim nachhaltigen Bauen vor allem darum, ein Haus so zu planen und umzusetzen, dass dadurch der Verbrauch von Energie und Ressourcen minimiert wird.

Das lässt sich aber nur dann realisieren, wenn alle Lebenszyklen eines Gebäudes berücksichtigt werden, also die Gewinnung von Rohstoffen für die Errichtung, den Gebrauch sowie den Rückbau des Hauses. Bei der Errichtung und der Nutzung des Gebäudes liegt das Hauptaugenmerk darauf, möglichst nachhaltige Ressourcen und Baustoffe zu wählen, die dafür sorgen, dass das fertige Gebäude so wenig Energie wie möglich verbraucht. Beim Rückbau kommt es darauf an, dass die wiedergewonnen Rohstoffe recycelt und anderweitig verwendet werden können.

Neben einem geringeren Energie- und Rohstoffverbrauch sind Faktoren wie möglichst geringe Transportkosten und -wege der Bauteile, die Möglichkeit der Nachnutzung sowie die Schonung von Naturräumen durch flächensparendes Bauen von Bedeutung.

Drei Bewertungsebenen

Das Konzept des nachhaltigen Bauens basiert auf drei Ebenen: Die ökologische, ökonomische und die soziokulturelle Ebene. Jede dieser Ebenen berücksichtigt verschiedenen Kriterien, die im Hinblick auf Nachhaltigkeit von großer Bedeutung sind. Diese sind in dem umfangreichen Leitfaden zum nachhaltigen Bauen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit erfasst.

Bei der ökologischen Ebene geht es darum, dass Ressourcen und Baustoffe schonend eingesetzt werden und wie viel Fläche der anstehende Bau beanspruchen wird. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Umweltbelastung, sowie der Verbrauch von Strom und Energie.

Die ökonomische Ebene berücksichtigt alle Kosten, die beim Bau des Hauses anfallen. Nach erfolgter Planung sind das die Anschaffungs- und Errichtungskosten, außerdem die Ausgaben für die Nutzung, Wartung und Instandhaltung des Gebäudes. Dazu geht es um die Reduzierung der Lebenszykluskosten.

Die soziokulturelle Ebene bezieht sich auf soziale und kulturelle Werte sowie den Schutz der Gesundheit, Behaglichkeit und Sicherheit. Außerdem soll die Funktionalität gewährleistet werden und es geht um die Sicherung der gestalterischen und städtebaulichen Qualität.

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Finanzierungsmöglichkeiten beim Hausbau: Förderprogramme und Zuschüsse

Nachhaltiges Bauen macht sich zwar über die Jahre durch einen langfristig geringeren Energieverbrauch bezahlt, doch für den ressourcenschonenden Hausbau sowie für die Installation der entsprechenden Anlagen zur Wärme- und Stromerzeugung fallen zunächst einige Kosten an.

Um den Wunsch von einem nachhaltigen Eigenheim und einer umweltschonenden Lebensweise dennoch realisieren zu können, gibt es verschiedene Förderbanken und -programme, die angehende Bauherren finanziell unterstützen und ihnen unter bestimmten Auflagen Zuschüsse gewährleisten.

Fördermittel der KfW

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet eine ganze Reihe an Förderprogrammen für verschiedene Bauvorhaben, vor allem beim Thema Energieeffizienz. Finanzielle Unterstützung gibt es auch für Maßnahmen zum Einbruchschutz, bei altersgerechtem Umbauen sowie bestimmten Investitionen für ein Smart-Home. Zudem können verschiedene Fördermaßnahmen kombiniert werden.

Im Bereich Energieeffizienz muss das Haus den energetischen Standard eines KfW-Effizienzhauses 40 Plus, 40 und 50 oder den eines Passivhauses erfüllen. Je weniger Energie das Haus verbraucht, desto höher fällt die Förderung aus. Wer erneuerbare Energien zur Stromerzeugung nutzt, bekommt die entsprechenden Anlagen (Photovoltaikanlage, gekoppelter Solarstromspeicher) zusätzlich über einen KfW-Kredit finanzieren.

Fördermittel der BAFA

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bezuschusst die Nutzung erneuerbarer Energien für die Wärmeerzeugung. Diese Förderprogramme richten sich zwar hauptsächlich an bereits bestehende Häuser, die modernisiert und umgerüstet werden, dennoch gibt es den Zuschuss in Einzelfällen auch für neugebaute Häuser.

Das trifft dann zu, wenn es sich um große Solarthermie-Anlagen für Mehrfamilienhäuser handelt oder um Maßnahmen, die zur Emissionsminderung und Effizienzsteigerung bei automatisch beschickten Anlagen zur Verfeuerung fester Biomasse beitragen.

Fördermittel der Bundesländer

Bund und Länder bieten ebenfalls vielfältige Möglichkeiten für Fördergelder, vorwiegend in Form von zinsgünstigen Krediten. Je nach Bundesland gibt es verschiedene Voraussetzungen und Bedingungen, um die Fördergelder zu erhalten, darunter etwa bestimmte Einkommensgrenzen, die Details der Baumaßnahmen oder die Höhe des einzubringenden Eigenkapitals.

Verantwortlich für die Zuschussvergabe in den einzelnen Bundesländern sind häufig mehrere Ministerien wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie das Bau-, Finanz- oder Umweltministerium.

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Bauweisen für mehr Nachhaltigkeit: Green Building

Nachhaltigkeit beim Hausbau beginnt bereits mit der Planung. Um also mehr Nachhaltigkeit zu generieren, ist auf eine umweltschonende und energieeffiziente Bauweise zu achten. Es gibt verschiedene Bauweisen, die den Grundlagen des sogenannten Green Buildings folgen.

Das versteht man unter Green Building

Das Konzept des Green Buildings ist auf dem Immobilienmarkt inzwischen sehr beliebt. Ein sogenanntes „grünes Gebäude“ ist in vielerlei Hinsicht auf Nachhaltigkeit ausgelegt und zeichnet sich durch eine hohe Ressourceneffizienz beziehungsweise einen geringeren Verbrauch aus, was Wasser, Material und Energie betrifft.

Zudem trägt ein Green Building dazu bei, schädliche Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt zu reduzieren. Das gelingt über eine verbesserte Innenluft-Qualität und einen verminderten Abfluss von Regenwasser sowie durch das Vermeiden von Hitzeinseleffekten. Auch die Verwendung von recycelbaren Materialien spielt hierbei eine Rolle.

Massivhaus

nachhaltig bauen

© photo 5000 / Fotolia

Wer nachhaltig bauen möchte, wird auch Wert darauflegen, dass die Lebensdauer seines Hauses und der Nebengebäude generationsübergreifend ist. Daher scheiden Fertighäuser, die mitunter „auf Sollverschleiß“ konstruiert werden, in der Regel für nachhaltiges Bauen aus.

Sinnvoller und zukunftsweisender ist da der Bau eines Massivhauses. Es bietet Stabilität und eine lange Lebensdauer, wenn natürliche und langlebige Materialien zum Einsatz kommen. Beton, Ziegel- oder Kalksandstein gehören dazu, sie haben außerdem einen positiven Effekt auf Wärmedämmung und Schallschutz.

Außerdem tragen langlebige Materialien dazu bei, dass später nicht erneut in das Haus investiert werden muss und keine weiteren Ressourcen dafür aus der Umwelt entnommen werden müssen. Bei einem Rückbau lassen sich die Materialien problemlos wiederverwenden, weil die Qualität auch nach Jahren erhalten bleibt. Das ist bei einem Fertighaus mit seinen Gipskarton- und Pressspanplatten meistens nicht möglich.

Öko- oder Biohaus

Bei einem Öko- oder Biohaus steht jeweils der Einsatz nachhaltiger und ökologischer Baustoffe im Vordergrund. Beide Haustypen verfolgen demnach ein sehr ähnliches Konzept und werden als Holzhäuser gebaut. Der natürliche Werkstoff gleicht Luftfeuchtigkeit und Temperaturschwankungen aus und ermöglicht eine hohe Energieeffizienz.

Bei einem Ökohaus wird außerdem besonders auf eine energiesparende Bauweise geachtet. Einige Ökohäuser sind als Effizienzhäuser oder sogar Plusenergiehäuser konzipiert, sie erzeugen also mehr Energie als die Bewohner verbrauchen. Der geringe Energieverbrauch schont nachhaltig die Ressourcen.

Die Qualität der Materialien für den Innenausbau ist beim Bau eines Öko- oder Biohauses besonders wichtig. Um die Gesundheit der Hausbewohner zu erhalten, werden ausschließlich schadstoffarme Materialien verwendet. So entsteht ein gesundes Raumklima, von dem auch Allergiker profitieren.

Blockhaus

Die Blockbauweise gehört zu den ältesten Holzbauweisen überhaupt und ist in den skandinavischen Ländern noch weiter verbreitet. Doch auch in Mitteleuropa sind die Blockhäuser mittlerweile beliebt.

Ein Blockhaus wird ebenfalls aus Holz gebaut und hat daher ähnliche Pluspunkte wie ein Öko- oder Biohaus. Durch das Holz und seine physikalischen Eigenschaften ist es in einem Blockhaus im Sommer angenehm kühl und im Winter gemütlich warm. Denn das Holz atmet und sorgt damit für ein optimales Innenraumklima.

Es handelt sich dabei um runde oder eckig gehobelte Holzbalken, die waagerecht liegen und sich an den Ecken überblatten. Um die heutigen Anforderungen und Standards zu erfüllen, wird an den Innenseiten zusätzlich eine Wärmedämmung angebracht und mit einer Beplankung aus Holz oder Gipskarton versehen. Das Bauen mit Holz erfordert zwar zunächst höhere Investitionen, aber die werden durch langfristig niedrigere (Heiz-)Kosten ausgeglichen.

Passivhaus

Im Vergleich zu einem Standard-Haus gelten in einem Passivhaus ganz andere Voraussetzungen in Bezug auf Energieerzeugung und -verbrauch. Denn Passivhäuser werden ohne oder nur mit geringer aktiver Beheizung warmgehalten. So ist dank der guten Wärmedämmung in einem solchen Haus selbst im Winter keine Heizung nötig.

Stattdessen wird der Wärmebedarf zum größten Teil mit der Wärme aus passiven und vorhandenen Energiequellen gedeckt. Dazu gehören die Sonneneinstrahlung sowie die Wärme, die von technischen Geräten und Personen ausgestrahlt wird. Diese Energie wird gespeichert und bei Bedarf genutzt.

Grundsätzlich kann jedes Haus als Passivhaus geplant oder bei späteren Umbauten oder Sanierungsarbeiten dazu umgewandelt werden. In der Regel handelt es sich dabei um Massiv- oder Holzhäuser oder um einen Mix aus beiden Bauweisen. Doch auch Fertighäuser werden vereinzelt in der Passiv-Variante angeboten.

Vorteile des nachhaltigen Hausbaus: Schonend zu Umwelt und Geldbeutel

Egal, für welche der nachhaltigen Bauweisen man sich schlussendlich auch entscheidet: Sie alle bringen den zukünftigen Hauseigentümern bedeutsame Vorteile.

Schonend zur Umwelt

Nachhaltiges Bauen hat den Vorteil, dass vorwiegend Baumaterialien verwendet werden, die energieeffizient sind und keiner langen Transportwege bedürfen, um zur Baustelle zu gelangen. Das spart große Mengen an Treibstoff, CO2-Emissionen und einiges an Kosten. Deswegen sollten eher Baufirmen und Zulieferer aus der direkten Umgebung beauftragt werden.

Besonders umweltschonend ist das Wohnen, wenn zur Gewinnung von Strom und Heizenergie erneuerbare Ressourcen eingesetzt werden.

Langfristig geringere Kosten

Die Ressourcen werden immer knapper, manche Baumaterialien daher immer teurer. Grund genug, als angehender Hausbesitzer sein Geld möglichst effektiv einzusetzen. Doch wer beim Hausbau nicht am falschen Ende spart und stattdessen auf Nachhaltigkeit setzt, kann sich langfristig über geringere Kosten freuen.

Denn ein nachhaltig gebautes Haus verbraucht viel weniger Energie für Strom und Heizung, weil durch die gute Isolierung kaum Wärme entweicht und dank effizienterer Elektrogeräte und energiesparender LED-Lampen nicht so viel Strom benötigt wird.

Wird beim Hausbau konsequent das Konzept der Nachhaltigkeit verfolgt, gibt es sogar dann finanzielle Vorteile, wenn ein Rückbau notwendig werden sollte. Die Kosten dafür fallen umso geringer aus, je mehr Baumaterialien wiederverwertbar sind.

Mehr Komfort

In einem Haus, das dank seiner Baumaterialien im Winter kaum Wärme verliert und auch im Sommer angenehm temperiert ist, fühlt man sich als Hausbesitzer wesentlich wohler als in einem Haus, in dem man es nur durch viel Heizen oder Lüften auszuhalten kann. Aus diesem Grund ist ein nachhaltig gebautes Haus deutlich gemütlicher und vom Wohngefühl her komfortabler.

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Besonders nachhaltige Baumaterialien: Umweltfreundliche Bau- und Dämmstoffe

Beim Thema nachhaltiges Bauen stellt sich auch die Frage nach den geeigneten Baumaterialien: Welche Bau- und Dämmstoffe sind besonders umweltschonend und isolieren das Haus so, dass es auch ohne großes Heizen warm bleibt? Neben der Art des Materials kommt es in Sachen Nachhaltigkeit auch auf dessen Herkunft und Produktion an.

So sollten die Baumaterialien möglichst aus Rohstoffen gewonnen werden, die nachwachsen, lange verfügbar und zudem recycelbar sind. Außerdem kommt es zu einer deutlich geringeren Schadstoffbelastung, wenn die Baustoffe aus der Region stammen und nur kurze Transportwege benötigen.

Naturbaustoffe

Für die Errichtung der Außenwände, für Wandverkleidungen und das Dach gibt es einige natürliche, umweltfreundliche Baustoffe, die alternativ zu herkömmlichen Materialien eingesetzt werden können.

Ein besonders beliebter Naturbaustoff ist Holz, das gute Dämmeigenschaften und eine positive CO2-Bilanz hat. Auch Lehm und Stroh werden wieder öfter eingesetzt. Lehm wirkt feuchtigkeitsregulierend und absorbiert Schadstoffe. Dadurch entsteht ein gesundes Wohnklima. Diesen Effekt erzielt auch Naturkalk, der zudem als Wärmespeicher und Schallschutz dient.

Für den Bau eines Massivhauses ist Ziegel- und Kalkstein, aber auch Backstein gut geeignet. Ein Haus vollständig aus natürlichen Materialien zu bauen, ist jedoch kaum möglich. Vor allem bei der Haustechnik kommen andere Stoffe ins Spiel.

Dämmstoffe aus der Natur

Alternativ zu Hartschaumplatten, Steinwolle, Styropor und Mineralfasern gibt es einige natürliche Materialien, die sich für eine effektive und zugleich nachhaltige Dämmung eines Hauses eignen.

nachhaltiger Hausbau

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Dabei stehen die ökologischen Dämmstoffe den herkömmlichen in nichts nach. Allerdings fallen die Kosten für die natürlichen Materialien etwas höher aus, sorgen dafür aber für ein gesundes Wohnklima und sind bei der Herstellung sowie Entsorgung schonend zur Umwelt.

Dämmplatten aus Holzfasern werden aus gepresstem Restholz hergestellt und für die Innen- und Außendämmung verwendet. Sie halten Lärm ab und regulieren die Feuchtigkeit. Zum Schutz gegen Fäulnis und Entflammbarkeit wird oft Ammoniaksulfat zugesetzt.

Korkplatten aus Korkeiche können ebenfalls im Innen- wie im Außenbereich zur Dämmung eingesetzt werden. Kork wirkt wärme- und schalldämmend, er ist außerdem belastbar und schädlingsresistent. Zellulose aus Altpapier gibt es zum Dämmen in Form von Platten oder losem Material. Der Zusatz von Borsalz macht die Zellulosedämmstoffe normal- bis schwerentflammbar.

Effiziente Energiegewinnung: Nachhaltigkeit bei Heizung und Strom

Effiziente Energiegewinnung: Nachhaltigkeit bei Heizung und Strom

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Ein wesentlicher Punkt in Sachen Hausbau ist auch die Energiegewinnung. Hier geht es darum, welche Formen der nachhaltigen Energiegewinnung es gibt und welche sich wann eignet. Mit Heizsystemen, die erneuerbare Energien verwenden, und modernen Anlagen zur Stromgewinnung kann man langfristig Kosten einsparen und die Umwelt nachweislich schonen.

Photovoltaikanlage

Mit einer Photovoltaikanlage haben Hausbesitzer die Möglichkeit, durch Nutzung des Sonnenlichts selbst ihren Strom zu erzeugen.

Solche Anlagen werden auf dem Hausdach installiert und zwar dort, wo am meisten Sonne auftrifft. Über die Solarzellen wird die Lichtenergie direkt in elektrische Energie umgewandelt. Je mehr Sonnenlicht auf die Anlage fällt, desto mehr Strom wird erzeugt.

Die Installation der Anlage ist mit gewissen Kosten verbunden, dafür wird danach der Strom sozusagen kostenlos erzeugt und die verbleibende Energie gespeichert. Bekommt ein Dach nicht genügend Sonnenlicht ab, lohnt sich die Anschaffung einer Photovoltaikanlage nicht.

Solarthermie

Das Sonnenlicht kann auch dazu verwendet werden, um Wasser zum Duschen oder Baden aufzuwärmen oder um Wohnräume zu heizen, sprich um mit Solarthermie zu heizen. Hierfür wird die Sonnenenergie über die Solarzellen in thermische Energie umgewandelt und nicht wie bei der Photovoltaikanlage in elektrische Energie.

Die Photovoltaikanlage und die Solarthermie werden allgemein als Solaranlagen bezeichnet, da sie beide das gleiche System zur Energiegewinnung nutzen. Da Sonnenlicht die Energiequelle ist, handelt es sich um umweltfreundliche Anlagen, die mit erneuerbaren Energien arbeiten.

Wärmepumpe

Die Wärmepumpe gilt als zukunftssichere Methode zur Energiegewinnung: Die Wärme aus dem Erdreich, dem Grundwasser oder der Luft wird in das Haus transportiert und dort als Heizwärme genutzt. Daher erfolgt die Gewinnung der Heizwärme ausschließlich über regenerative Energiequellen. Allerdings ist für den Betrieb der Pumpe zusätzlich Strom notwendig.

Welche der drei Quellen beim eigenen Haus infrage kommt, hängt von dem Standort ab und davon, welche Zugangsmöglichkeiten bestehen. Da die Wärmepumpe außen angebracht wird, braucht man keinen Schornstein oder ähnliches.

Heizen mit Nah- und Fernwärme

Das Heizen mit Nah- und Fernwärme funktioniert folgendermaßen: In einem zentralen Kraftwerk wird Wärme erzeugt. Diese wird dann über Rohrleitungen, dem Wärmenetz, in die einzelnen Häuser transportiert. Mit Nah- und Fernwärme können demnach alle heizen, die an das Wärmenetz angeschlossen sind.

Ob es sich um Nah- oder Fernwärme handelt, kommt darauf an, wie weit das Haus vom zentralen Kraftwerk entfernt ist. Je weiter die Entfernung, desto mehr Wärme geht auf dem Weg zum Haus verloren.

Holzpelletheizung

Die Holzpelletheizung ist in Bezug auf die Beschaffung des Brennmaterials meist günstiger als andere Heizsysteme, die einen Brennstoff benötigen. Die Pellets werden aus Holz hergestellt, also aus einem nachwachsenden Rohstoff.

Das Heizen mit Holzpellets ist CO2-neutral und damit insgesamt sehr schonend zur Umwelt. Einziger Nachteil: Man benötigt genügend Platz, um den Ofen und den Lagerraum für die Pellets aufzustellen.

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Quellen: Bilder: © js-photo, © photo 5000, © ah_fotobox, © dima_pics / Fotolia, Text: red