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Studie: Nachhaltige Maßnahmen in Schulmensen
Lebensmittelabfälle

Studie: Nachhaltige Maßnahmen in Schulmensen

Es gibt wenig Auswahl, es ist zu viel auf dem Teller oder es schmeckt nicht wie zuhause: In Schulmensen fallen große Mengen an Speiseabfällen an. Laut einer Studie könnte jedoch mit einfachen Maßnahmen die Lebensmittelverschwendung um ein Drittel reduziert werden.

Je mehr Schulen Nachmittagsunterricht einführen, desto größer wird der Bedarf nach Mensen, die den Kindern in der Mittagspause etwas Warmes zu essen bieten. In Schulmensen fallen jedoch große Mengen an Speiseabfällen an. Die Gründe: Die Produktionsmengen wurden nicht richtig abgestimmt, die Portionen sind zu groß oder es schmeckt nicht so gut wie zuhause. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass das Bewusstsein für die Thematik bei den Schülerinnen und Schülern noch nicht besonders ausgeprägt ist.

Das Forschungsprojekt REFOWAS, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird, hat in seiner jüngsten Studie herausgefunden, dass mit einfachen Maßnahmen die Speiseabfälle etwa um ein Drittel reduziert werden können. Seit Juni 2015 entwickeln die Projektpartner vom Thünen-Institut, der Universität Stuttgart, dem Max Rubner-Institut und der Verbraucherzentrale NRW Handlungsoptionen, damit Lebensmittelabfälle in Privathaushalten, Schulkantinen und Bäckereien so weit wie möglich vermieden werden können. 

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Kindgerechte Menüs und Thematisierung im Unterricht

Der Praxistest in verschiedenen Schulküchen ergab, dass zwischen 14 und 48 Prozent der Speiseabfälle vermieden werden konnten, wenn die Produktionsmengen besser abgestimmt, kindgerechte Menüs angeboten und Portionsgrößen sowie Essenreste kontrolliert und ausgewertet wurden, um die Produktion anpassen zu können. Laut dem Projekt stellen die Behandlung des Themas Lebensmittelverschwendung im Unterricht, die Schaffung einer angenehmeren Atmosphäre in den Mensen sowie die Benennung einer Verantwortungsperson für die Mittagsversorgung weitere Maßnahmen dar, mit denen Speiseabfälle in Schulmensen langfristig reduziert werden können.

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung; Bilder: Depositphotos/belchonock; Autor: kle