Emulgatoren erhöhen Darmkrebs-Risiko
Neue Studie zu Lebensmittelzusätzen beweist

Emulgatoren erhöhen das Darmkrebs-Risiko!

Können Lebensmittel uns todkrank machen? Die Ergebnisse einer neuen Studie aus der Krebsforschung legen diese schockierende Vermutung nahe: Versuche an Mäusen haben gezeigt, dass Emulgatoren die Entstehung von Darmkrebs fördern.

Darmkrebs ist die zweithäufigste und gleichzeitig die am besten erforschte Krebserkrankung in Deutschland. Die Heilungschancen liegen im Durchschnitt bei 40 bis 60 Prozent und hängen natürlich entscheidend davon ab, in welchem Stadium der Krebs entdeckt wird. Er entwickelt sich langsam und zeigt oft über lange Zeit keine Symptome, kann aber bei einer frühzeitigen Erkennung vollständig geheilt oder sogar verhindert werden.

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Veränderte Darmflora durch falsche Ernährung

Der gefährliche Krebs entwickelt sich häufig dann, wenn sich die Darmflora der betroffenen Person verändert hat. Im menschlichen Darm leben unzählige Mikroorganismen, die für die Abwehr von Krankheitserregern zuständig und somit für unsere Gesundheit unverzichtbar sind. Gerät dieses komplexe Ökosystem aus dem Gleichgewicht, kann es zu Entzündungsprozessen und zur Entwicklung von Tumoren kommen. Die Folgen sind chronische Krankheiten wie Morbus Crohn oder eben Darmkrebs.

Vorbeugen kann man dem Krebs durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse und wenig Fett, regelmäßige Bewegung und einen gemäßigten Alkoholgenuss. Aufs Rauchen sollte verzichtet werden, denn Raucher erkranken häufiger an Darmkrebs als Nichtraucher. Auch Übergewicht erhöht das Darmkrebsrisiko massiv. Und es gibt offensichtlich noch weitere Risikofaktoren.

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Gefährliche Emulgatoren in Lebensmittel

Eine neue Studie beweist, dass Zusatzstoffe in Lebensmitteln das Darmkrebsrisiko erhöht.

Schädliche Stoffe in Lebensmitteln erhöhen Darmkrebsrisiko

Eine Studie, die kürzlich in der Fachzeitschrift Cancer Research veröffentlicht wurde, beweist, dass Emulgatoren einen negativen Einfluss auf die Darmflora haben. Emulgatoren sind Stoffe, die sowohl in Fett als auch in Wasser löslich sind. Sie werden dazu genutzt, Wasser und Öl zu homogenen Mischungen zu machen; typische Beispiele sind Margarine oder Mayonnaise. Zwei in der Lebensmittelproduktion häufig verwendete Emulgatoren sind Polysorbat 80 und Carboxymethylcellulose (CMC); auf der Zutatenliste tauchen sie meist als E433 beziehungsweise E 466 auf.

Und genau diese sind offenbar so schädlich für den Darm, dass sich das Krebsrisiko bei regelmäßigem Verzehr nachweislich erhöht. Diese Schlussfolgerung legen zumindest die Versuche mit Mäusen nahe, die das Forscherteam im Rahmen der Studie gemacht hat. Die Tiere hatten zwölf Wochen lang Trinkwasser bekommen, dem eine dem menschlichen Verzehr angepasste Dosis Polysorbat 80 oder CMC zugesetzt worden war. Das Ergebnis: Die Darmflora der Mäuse veränderte sich, entzündliche Prozesse nahmen zu; die Tiere wurden anfälliger für die Entwicklung von Darmtumoren. Welche Folgen diese Erkenntnisse für die Lebensmittelproduktion haben, ist noch offen. Für Verbraucher bedeuten sie zweierlei: Zum einen sollten der Blick auf die Zutatenliste und der Verzicht auf E-Stoffe zur Routine werden. Zum anderen ist eine regelmäßige Darmkrebsvorsorge gerade für Menschen ab 50 Jahren Pflicht.

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Quellen: Bilder: Depositphotos, Text: Ronja Kieffer