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Frau am Einkaufen
Die große Gefahr im Plastik

Hormongift-Studie zeigt: Bisphenol S noch schädlicher als BPA

Ein Hormongift regiert unser Leben: Plastikflaschen, Konservendosen, Verpackungen, Babyschnuller. Sie alle enthalten Bisphenol A (BPA), das Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Unfruchtbarkeit auslösen kann. Bisphenol S soll BPA ersetzen, dabei ist BPS noch gefährlicher!

Greifen Sie auch dann noch zum nächsten Kassenbon, wenn Sie erfahren, dass er einen Schadstoff per Hautkontakt in Ihren Blutkreislauf überträgt, der zu Diabetes, Asthma und Übergewicht führen und Einfluss auf den Hormonhaushalt nehmen kann? Nicht umsonst ist das Hormongift Bisphenol A (BPA) in Babyflaschen längst EU-weit verboten. Nach Alternativen wird eifrig gesucht, doch der vermeintliche Ersatzstoff Bisphenol S ist offenbar noch gefährlicher als BPA, wie eine aktuelle Studie nun zeigt.

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Ein Hormongift, das überall im Alltag lauert

Plastikflaschen, Verpackungen, Babyschnuller oder Thermopapier, aus dem etwa Kassenbons bestehen, sind nur einige der Produkte, in denen gefährliche chemische Verbindungen wie Bisphenol A lauern, die im Verdacht stehen, hormonähnliche Wirkungen auf unseren Körper auszuüben. Das Hormongift kann sich etwa beim Kontakt mit Lebensmitteln aus der Verpackung lösen und wird schließlich über die Nahrung aufgenommen. Durch die unmittelbare Einwirkung auf Hormonrezeptoren ist BPA in geringen Mengen vermutlich sogar noch schädlicher als in größeren. Tierversuche legen nah, dass Bisphenol A zu Frühreife, einer reduzierten Spermienzahl bis hin zur Unfrachtbarkeit führen kann und auch im Zusammenhang mit Verhaltensstörungen, Diabetes, Asthma und Fettleibigkeit steht. Das EU-Verbot von BPA beschränkt sich dennoch weiterhin nur auf Babyflaschen.

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Bisphenol S: Keine sichere Alternative!

Beunruhigend ist nicht nur das Gesundheitsrisiko, welches von Bisphenol A ausgeht, sondern auch die Gefährdung durch den vermeintlichen Ersatzstoff Bisphenol S (BPS). Eine aktuelle Studie der University of California konnte nachweisen, dass auch BPS endokrindisruptive, also hormonähnliche, Eigenschaften aufweist. Es wirkt sich ebenso schädlich auf die Fortpflanzungsorgane aus, führte bei Tierversuchen zu schweren Komplikationen bei der embryonalen Entwicklung und konnte sogar zum verfrühten Tod führen. Dabei wirkt sich Bisphenol S in geringeren Dosen als BPA schädlich aus und ist damit noch gefährlicher als der Giftstoff Bisphenol A. Eine sichere Alternative scheint noch lange nicht gefunden. Die Bundesregierung ist nun in der Pflicht, die Verbraucher vor gefährlichen Chemikalien wie BPA zu schützen. Mit Bisphenol S ist der BPA-freie Weg jedenfalls noch nicht gefunden.

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    Quellen: University of California, BUND, Bild: Depositphotos/stokkete, Text: ib