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Vorsicht, Aspartam macht dick.
Macht Aspartam dick und depressiv?

Wie gefährlich ist Aspartam und welchen Ersatz gibt es

Zucker hat eine schlechten Ruf. Um Übergewicht und daraus resultierende gesundheitliche Folgen vorzubeugen, werden viele Lebensmittel heute mit Zuckeraustauschstoffen wie beispielsweise Aspartam gesüßt. Wissenschaftler identifizieren Aspartam allerdings jetzt als Dickmacher.

Aspartam ist ein synthetischer Zuckeraustauschstoff, der um ein vielfaches süßer ist als Zucker. Da man wesentlich geringere Mengen benötigt um die gleiche Süßkraft wie Zucker zu erzeugen, wird er häufig Diätnahrungsmitteln und -getränken zugefügt mit dem Ziel, ein vermeintlich gesundes Produkt anzubieten, dass nicht dick macht. Aspartam steht schon länger in der Kritik Auslöser für Krebs, Depressionen oder Gedächtnisprobleme zu sein.

Dennoch ist der Süßstoff eine beliebte Zuckeralternative bei Diäten. Zucker­austauschstoffe sollen dabei den Gewichtsverlust fördern und damit gleichzeitig die Risiken, an einem metabolischen Syndrom zu erkranken, verringern. Als meta­bolisches Syndrom wird eine Kombination verschiedener Krankheitssymptome bzw. Risikofaktoren bezeichnet, die schwere Herz-Kreislauf Erkrankungen auslösen können. Forscher des Massachusetts General Hospitals haben jetzt herausgefunden, dass wahrscheinlich gerade das Gegenteil der Fall ist. Im Dünndarm wird das Magen-Enzym mit dem Namen "intestinale alkalische Phosphatase (IAP)" produziert, welches Übergewicht, Diabetes und das metabolische Syndrom verhindern kann. Bei der Verstoffwechslung von Aspartam entsteht im Körper "Phenylalanin".

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In einem Versuch konnte jetzt nachgewiesen werden, dass dieses Zwischenprodukt das körpereigene IAP Enzym blockiert und damit eine Gewichtszunahme fördert, den Blutzuckerspiegel erhöht und die Entzündungswerte im Organismus negativ beeinflusst. Die Wissenschaftler sind sich einig, dass Aspartam als Zucker­aus­tausch­stoff für Diäten oder zur Krankheitsprävention nicht funktioniert, da es die positiven Effekte des IAP ausschaltet. Und obwohl man heute weiß, dass es noch andere Faktoren gibt, die die Aktivität von IAP einschränken können, so zeigte sich in den Versuchen deutlich die gesundheitsschädliche Nebenwirkung von Aspartam.

Zuckeraustauschstoffe, Zucker oder Honig

Bei solchem Meldungen fragt man sich, welche Alternativen gibt es zu Aspartam bzw. wie kann ich süß essen, ohne krank zu werden? Bei Getränken ist es durchweg immer noch am sinnvollsten auf Wasser, natursüße Säfte oder Kräutertees zurückzugreifen. In der Regel gilt, Zucker oder Honig wird in kleinen Dosen und in Maßen genossen bei gesunden Menschen keine großen Schaden anrichten. Für eine Gewichtsreduktion ist eine langfristige Ernährungsumstellung mit Schwerpunkt auf frischem Gemüse, Obst und zuckerfreien Lebensmitteln die beste Methode um nachhaltig Gewicht zu verlieren.

Eine Ernährungsumstellung mit Schwerpunkt auf frischem Gemüse und Obst ist die beste Methode um Gewicht zu verlieren.

Um nachhaltig Gewicht zu verlieren empfiehlt sich eine Ernährungsumstellung mit Schwerpunkt auf frischem Gemüse, Obst und zuckerfreien Lebensmitteln.

Süßstoffe für Diabetiker

Für Menschen die gesundheitlich bereits vorbelastet sind, wie beispielsweise Diabetiker, gibt es Alternativen wie Süßstoffe oder Zuckeraustauschstoffe. Die gängigsten sind Fruchtzucker, Sorbit oder Xilit. Süßstoffe gelten als energiefreier Zuckerersatz und haben keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Vorsicht ist geboten bei den genannten Zuckeraustauschstoffen. Sorbit und Xilit haben nur wenig Kalorien und lassen den Blutzuckerspiegel bei normalem Verbrauch nur geringfügig ansteigen. Allerdings ist die Süßkraft geringer und man sollte sich nicht dazu verführen lassen, zu überdosieren. Fruchtzucker hingegen hat genau so viel Kalorien wie normaler Haushaltszucker, egal ob weiß oder braun. Süße Ersatzstoffe sind also keineswegs kalorienfrei. Gerade bei Diäten sollte man auch darauf achten. Hinzu kommt, dass die vermehrte Aufnahme von Zuckerersatzstoffen häufig zu Blähungen, Kopfschmerzen und Durchfall führt.

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Stevia ist ein natürliches Süßungsmittel

Stevia ist eine gesunde, natürliche Alternative zu Zucker.

Stevia

Die Stevia Pflanze stammt aus Paraguay. Aus ihren Blättern lässt sich ein natürliches Süßungsmittel extrahieren, welches weitaus süßer ist als Saccharose, dafür aber nur wenig Kalorien enthält. Der Süßstoff wurde 2011 in Deutschland für den Lebensmittehandel zu­ge­las­sen, jedoch ist die Einsatzmenge stark eingeschränkt, weshalb sich Stevia in der Lebensmitteindustrie kaum durchgesetzt hat. Als Zuckerersatz für zu Hause ist Stevia vielen zu teuer.

Pflanzliche Dicksäfte

Im Trend sind derzeit konzentrierte, zuckersüße Pflanzensäfte wie Agavendicksaft, Dattelsirup oder Apfelsirup. Sie alle bringen zu ihrer natürlichen Süße noch eine individuelle Geschmacksnote mit, enthalten aber enorm viel Fruchtzucker und sind für Diabetiker oder Diäten nicht zu empfehlen.

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Quellen: diabetes-ratgeber.net, medicalpress.de, Bilder: Depositphotos/undrey, Zerbor, Amaviael, Text: Ronja Kieffer