1. Home
  2.  › Ernährung
  3.  › Essen
Süßstoff Aspartam: macht die beliebte Zuckeralternative dick?
Macht Aspartam dick und depressiv?

Aspartam: Auslöser für Krebs, Depressionen und Heißhunger?

Zucker hat eine schlechten Ruf. Um Übergewicht und daraus resultierende gesundheitliche Folgen vorzubeugen, werden viele Lebensmittel heute mit Zuckeraustauschstoffen wie beispielsweise Aspartam gesüßt. Wir schauen genauer hin und beantworten die Frage, ob Aspartam für Heißhunger sorgt und dick macht – und auch Depressionen fördert. So gefährlich ist Aspartam wirklich!

Aspartam ist ein synthetischer Zuckeraustauschstoff, der um ein vielfaches süßer ist als Zucker. Da man wesentlich geringere Mengen benötigt um die gleiche Süßkraft wie Zucker zu erzeugen, wird er häufig Diätnahrungsmitteln und -getränken zugefügt mit dem Ziel, ein vermeintlich gesundes Produkt anzubieten, dass nicht dick macht. Aspartam steht schon länger in der Kritik Auslöser für Krebs, Depressionen oder Gedächtnisprobleme zu sein.

Süßstoff Aspartam: eine beliebte Zuckeralternative bei Diäten

Zucker­austauschstoffe sollen dabei den Gewichtsverlust fördern und damit gleichzeitig die Risiken, an einem metabolischen Syndrom zu erkranken, verringern. Als meta­bolisches Syndrom wird eine Kombination verschiedener Krankheitssymptome bzw. Risikofaktoren bezeichnet, die schwere Herz-Kreislauf Erkrankungen auslösen können.

Macht Aspartam dick?

Forscher des Massachusetts General Hospitals haben jetzt herausgefunden, dass wahrscheinlich gerade das Gegenteil der Fall ist. Im Dünndarm wird das Magen-Enzym mit dem Namen "intestinale alkalische Phosphatase (IAP)" produziert, welches Übergewicht, Diabetes und das metabolische Syndrom verhindern kann. Bei der Verstoffwechslung von Aspartam entsteht im Körper "Phenylalanin".

Anzeige

In einem Versuch konnte jetzt nachgewiesen werden, dass dieses Zwischenprodukt das körpereigene IAP Enzym blockiert und damit eine Gewichtszunahme fördert, den Blutzuckerspiegel erhöht und die Entzündungswerte im Organismus negativ beeinflusst. Die Wissenschaftler sind sich einig, dass Aspartam als Zucker­aus­tausch­stoff für Diäten oder zur Krankheitsprävention nicht funktioniert, da es die positiven Effekte des IAP ausschaltet. Und obwohl man heute weiß, dass es noch andere Faktoren gibt, die die Aktivität von IAP einschränken können, so zeigte sich in den Versuchen deutlich die gesundheitsschädliche Nebenwirkung von Aspartam.

Welche Alternativen gibt es zum Süßstoff Aspartam?

Bei solchem Meldungen fragt man sich, welche Alternativen gibt es zu Aspartam bzw. wie kann ich süß essen, ohne dick oder gar krank zu werden? Bei Getränken ist es durchweg immer noch am sinnvollsten auf Wasser, natursüße Säfte oder Kräutertees zurückzugreifen. In der Regel gilt, Zucker oder Honig wird in kleinen Dosen und in Maßen genossen bei gesunden Menschen keine großen Schaden anrichten.

Wer Gewicht verlieren möchte, sollte also nicht auf Aspartam setzen. Für eine Gewichtsreduktion ist eine langfristige Ernährungsumstellung mit Schwerpunkt auf frischem Gemüse, Obst und zuckerfreien Lebensmitteln die beste Methode um nachhaltig Kilos purzeln zu lassen.

Welche Alternativen gibt es zum Süßstoff Aspartam?

Um nachhaltig Gewicht zu verlieren empfiehlt sich eine Ernährungsumstellung mit Schwerpunkt auf frischem Gemüse, Obst und zuckerfreien Lebensmitteln.

Anzeige

Stevia ist ein natürliches Süßungsmittel

Stevia ist eine gesunde, natürliche Alternative zu Zucker.

Das natürliche Süßungsmittel Stevia

Die Stevia Pflanze stammt aus Paraguay. Aus ihren Blättern lässt sich ein natürliches Süßungsmittel extrahieren, welches weitaus süßer ist als Saccharose, dafür aber nur wenig Kalorien enthält. Der Süßstoff wurde 2011 in Deutschland für den Lebensmittehandel zu­ge­las­sen, jedoch ist die Einsatzmenge stark eingeschränkt, weshalb sich Stevia in der Lebensmitteindustrie kaum durchgesetzt hat. Als Zuckerersatz für zu Hause ist Stevia vielen aber noch etwas zu teuer.

Pflanzliche Dicksäfte, wie Agavendicksaft

Im Trend sind derzeit konzentrierte, zuckersüße Pflanzensäfte wie Agavendicksaft, Dattelsirup oder Apfelsirup. Sie alle bringen zu ihrer natürlichen Süße noch eine individuelle Geschmacksnote mit, enthalten aber enorm viel Fruchtzucker und sind für Diabetiker oder Diäten nicht zu empfehlen. Agavendicksaft ist zwar trendy, aber nicht unbedingt empfehlenswert. Quarks erklärt warum Agavendicksaft gar nicht so gut ist.

Alternativen zu Aspartam für Diabetiker

Für Menschen die gesundheitlich bereits vorbelastet sind, wie beispielsweise Diabetiker, gibt es Alternativen wie Süßstoffe oder Zuckeraustauschstoffe. Die gängigsten sind

  • Fruchtzucker,
  • Sorbit oder
  • Xilit.

Süßstoffe gelten als energiefreier Zuckerersatz und haben keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Vorsicht ist geboten bei den genannten Zuckeraustauschstoffen. Sorbit und Xilit haben nur wenig Kalorien und lassen den Blutzuckerspiegel bei normalem Verbrauch nur geringfügig ansteigen. Allerdings ist die Süßkraft geringer und man sollte sich nicht dazu verführen lassen, zu überdosieren. Fruchtzucker hingegen hat genau so viel Kalorien wie normaler Haushaltszucker, egal ob weiß oder braun. Süße Ersatzstoffe sind also keineswegs kalorienfrei. Gerade bei Diäten sollte man auch darauf achten. Hinzu kommt, dass die vermehrte Aufnahme von Zuckerersatzstoffen häufig zu Blähungen, Kopfschmerzen und Durchfall führt.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren: 

PET-Flaschen: So giftig sind sie für Mensch und Natur?

Macht der Fruchtzucker im Obst wirklich dick?

Schluß mit Zucker: 9 Tipps gegen Heißhunger

Ist Kokosblütenzucker gesünder als weißer Zucker?

Zucker-App: Süßmacher unter der Lupe

Quellen: diabetes-ratgeber.net, medicalpress.de, Bilder: Depositphotos/undrey, Zerbor, Amaviael, Text: Ronja Kieffer