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CDU-Politiker fordern Zuckersteuer
Kampf gegen Diabetes und Fettsucht

Zuckerhaltige Lebensmittel: Hier lauert versteckter Zucker

In Deutschland erkranken täglich fast 1.000 Menschen an Diabetes. Damit hat Deutschland neben Spanien die höchste Quote an „Zuckerkranken“ im gesamten europäischen Raum. Doch was kann man tun, immerhin ist Zucker in Lebensmittel nicht immer direkt ersichtlich. Vor allem der Einfachzucker wird als Geschmacks- und Aromaverstärker in fast allen industriell gefertigten Lebensmitteln verwendet. Oder hätten Sie gedacht, dass in 200g Heringssalat beispielsweise 5 Stück Würfelzucker beinhaltet sind? Wir zeigen, in welchen Lebensmitteln versteckter Zucker enthalten ist.

Schon oft forderten Politiker die Einführung einer Zuckersteuer. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) forderte ebenfalls Sondersteuern auf zuckerhaltige Getränke, um Übergewicht weltweit zu bekämpfen. Die WHO empfiehlt einen Tagesbedarf an Zucker von maximal 10 Prozent der Gesamtenergiezufuhr. Das entspricht etwa einer Menge von 60 bis 90 Gramm Zucker pro Tag – eine Zahl, die bei der heutigen Ernährungsweise sehr schnell erreicht ist.

Und was die Politik bei ihrer Forderung gerne übersieht: Die Lebensmittelindustrie mischt beim Zuckerkonsum tüchtig mit – kaum ein industriell gefertigtes Lebensmittel ist heutzutage noch zuckerfrei. Und das Tückische daran: Der meiste Zucker versteckt sich in Lebensmitteln, wo ihn niemand vermuten würde.

Frau nimmt Zutatenliste unter die Lupe

Ein Blick auf die Zutatenliste zeigt: Zucker versteckt sich in vielen Lebensmitteln.

Zuckerhaltige Lebensmittel: Hier lauert versteckter Zucker

Vor allem der Einfachzucker wird als Geschmacks- und Aromaverstärker in fast allen industriell gefertigten Lebensmitteln verwendet. Selbst dort, wo man es nicht vermutet, offenbart ein Blick auf die Zutatenliste Erstaunliches: 200g Heringssalat beinhalten beispielsweise 5 Stück Würfelzucker. Die Liste der mit Zucker versetzten Lebensmittel ist lang, hier sind ein paar Beispiele:

Zuckerhaltige Lebensmittel Liste

   
Fertiggerichte Saucen
Tütensuppen Brot
Aufbackwaren Brotaufstriche
Fleischwurst Tiefkühlgerichte
Fast alles Eingemachte Müsli- und Müsliriegel
Konservengemüse Fruchtjoghurt
Dosenfrüchte Fruchtsäfte und Nektar
Fertigsalate Eistee
Gewürzgurken Alkoholische Getränke
Ketchup Fertige Smoothies

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Vorsicht Zucker! Getreideprodukte, wie Kartoffeln, Mais und Reis stecken voll davon

Neben dem vielen Einfachzucker, den wir heutzutage konsumieren - ob bewusst oder unbewusst - kommt noch der hohe Verbrauch von stärkehaltigen Lebensmitteln hinzu. Getreideprodukte, aber auch Kartoffeln, Mais und Reis gehören zu den Lebensmitteln, die über lange Zuckerketten bzw. komplexe Kohlenhydrate verfügen.
Komplexe Kohlenhydrate müssen im Körper erst einmal gespalten werden und brauchen deshalb länger bis sie verstoffwechselt sind. Zudem liefern Lebensmittel, die aus komplexen Kohlenhydraten bestehen auch Ballaststoffe, Mineralstoffe und Vitamine. Sie sind also gesünder als der Einfachzucker, werden langsamer ins Blut abgegeben und lassen den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen.
Die Ausnahme: Weizen!

Tagesbedarf an Zucker maximal 10 Prozent

Empfohlener Tagesbedarf an Zucker ist schnell erreicht.

Weizen ist eine Zuckerbombe – der getarnte Zucker

Industrieller Hochleistungsweizen, der heutzutage, genau wie Zucker, in fast jedem Lebensmittel zu finden ist, enthält das Weizenprotein Amylase-Trypsin-Inhibitor (ATI). ATI ist das Ergebnis einer speziellen Zucht, um den Weizen resistenter gegen Schädlinge und somit ertragreicher zu machen. Es wird mit zahlreichen Krankheiten, wie multipler Sklerose, Alzheimer, ADHS, rheumatischer Arthritis und eben auch Diabetes in Zusammenhang gebracht.

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Aus Haltbarkeitsgründen wird bei der industriellen Verarbeitung zu Weizenmehl zudem der Keim des Getreidekorns, sowie die Randschichten maschinell entfernt. Diese Bearbeitung macht das Mehl nahezu nährstofffrei, so dass es dem Einfachzucker in fast nichts mehr nachsteht.

Empfehlenswerter sind daher Vollkornprodukte, da sie nährstoffreicher sind, stark sättigend wirken und den Blutzucker nur langsam ansteigen lassen.

Kann man versteckten Zucker umgehen?

Meiden Sie Produkte, die mit ihrer ursprünglichen natürlichen Form nichts mehr gemeinsam haben, sondern aus einem Verarbeitungsprozess heraus entstanden sind!
 

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Bildquellen: Depositphotos/stock@photographyfirm.co.uk, franckito, Syda_Productions, Text: Meike Riebe