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Die Welt im Würgegriff des Plastiks
Große Gefahr für unsere Gesundheit

Die Bedrohung durch Plastik und die Auswirkungen für unsere Gesundheit

Jeden Tag begegnen wir Plastik. Kunststoff bestimmt unser Leben, dabei ist er eine der größten existierenden Gefahren für unsere Umwelt und die Natur. Er ist voll mit Hormonen, tötet Tiere und lässt Müllberge wachsen. 10 Fakten über Plastik, die Sie schockieren werden.

Nachhaltigleben

Eine Tüte im Wald - Umweltverschmutzung. ©iStock

1. In Deutschland werden nur 7 von 100 Plastiktüten recycelt. Circa 89 Prozent werden einfach verbrannt, so gehen wertvolle Rohstoffe verloren.

2. Die meisten Kunststoffe werden aus Erdöl hergestellt. Bei der Herstellung von Kunststoff werden die fädrigen Bausteine des Erdöls miteinander verbunden.

3. Bis Plastiktüten vollständig zerfallen brauchen sie, je nach Kunststoff, zwischen 100 und 500 Jahren.

4. Es gibt verschiedene Kunststoffe. Einer der bekanntesten ist Polyethylen. Aus einem Kilo Erdöl erhält man circa ein knappes Kilo Polyethylen.

5. Plastiktüten entstehen aus Polyethylen-Granulat, das geschmolzen wird und dann in Maschinen zu Folienröhren geblasen wird. Daraus entstehen dann Tüten, die im Durchschnitt 20 Gramm wiegen und für die man 40 Gramm Erdöl benötigt.

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Tonnen von Müll belasten die Umwelt und die Natur. ©iStock

6. In Plastik stecken oft Phtalate (Weichmacher) und Bisphenol A. Die Chemikalien wirken ähnlich wie Hormone und können nahezu im Blut jedes Menschen nachgewiesen werden. Diese Hormone bringen den Körper durcheinander, es kann zu Unfruchtbarkeit und Krebs kommen.

7. Jährlich werden weltweit circa 1 Billion Plastiktüten verbraucht. In Deutschland verbraucht jeder Mensch pro Jahr 76 Plastiktüten, das sind insgesamt 6,2 Milliarden Plastiktüten.

8. Jedes Jahr landen circa 6,4 Millionen Tonnen Müll in Flüssen und Meeren, davon sind 80 bis 90 Prozent Plastikmüll. Dies schadet dem Ökosystem Meer und den Tieren, die darin leben.

9. Viele Meeresbewohner verwechseln Plastiktüten, Feuerzeuge oder Zahnbürsten mit Nahrung und füttern es sogar an ihre Jungen. Das hat fatale Folgen: Der Verdauungsapparat der Tiere verstopft und sie sterben an inneren Verletzungen oder verhungern mit vollem Magen.

10. Bereits 1970 wurde mit MARPOL ein erstes internationales Abkommen unterzeichnet, dass den Eintrag von Müll durch die Schifffahrt eindämmen sollte. Weitere Gesetze folgten. Bisher ohne Erfolg.

Quelle: Plastiktüte-nein-danke.de , BUND, Deutsche Umwelthilfe, NABU
Text: Kristina Reiß
Bilder: iStock, depositphotos/izmeda

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